Pressefreiheit in Gefahr: NTD bangt um TV-Signal nach Taiwan

New Tang Dynastys Zweigstelle in Taiwan muss abermals um seine Vertragsverlängerung bei dem Satellitenbetreiber Chunghwa Telecom fürchten. Der Vertrag sollte verlängert werden. Doch Chunghwa weicht jeglichem Kontakt mit NTD-AsiaPacific aus. …

New Tang Dynastys Zweigstelle in Taiwan muss abermals um seine Vertragsverlängerung bei dem Satellitenbetreiber Chunghwa Telecom fürchten. Der Vertrag sollte verlängert werden. Doch Chunghwa weicht jeglichem Kontakt mit NTD-AsiaPacific aus.

Nun befürchten viele ein Déjà-vu. Denn bereits vor zwei Jahren wollte Chunghwa den Vertrag mit NTD-AP beenden. Technische Schwierigkeiten gaben sie an. NTDs Unterstützer vermuten jedoch, dass Chinas Regime dahinter steckt und Druck macht. Taiwans Regierung besitzt einen großen Anteil an Chunghwa. Gleichzeitig will sie ihre Beziehung mit Festland China stärken. NTD wiederum ist in China verboten, wegen seiner Berichterstattung über Themen, die in China zensiert werden.

[Tsai, Chi-Chang, Abgeordneter, Democratic Progress Party]:
„Wir wollen nicht, dass dasselbe wieder geschieht, wo wir wussten, dass ganz andere Kräfte im Spiel waren. Gibt Chunghwa Telecom hier irgendetwas nach? Es wird ihrem Ruf schaden und auch Taiwans Redefreiheit.“

Die Vorsitzende von NTD-AP, Ruey-lan Chang, versucht seit März Chunghwa zu kontaktieren – ohne Erfolg. Als eine Reporterin von NTD-AP die Direktorin von Chunghwa direkt darauf ansprach, wich diese aus.

[Lo Shu-Lei, KMT Abgeordnete]:
„Macht NTD-AP keine Schwierigkeiten. Taiwans Regierung soll dem Beachtung schenken. Sogar US-Abgeordnete werden auf Taiwans Freiheit und Demokratie herabschauen, so wie Chunghwa Telecom damit umgeht.“

Vor rund vier Jahren passierte ähnliches bei der Hauptstelle von NTD in New York. Der französische Satellitenbetreiber Eutelsat hörte auf, NTDs Signal nach China zu übertragen. Auch hier sollte es ein technischer Fehler gewesen sein. NTD jedoch glaubt bis heute, dass Chinas Regime dahinter steckt. Ein damaliger Tarnanruf von Reporter ohne Grenzen konnte NTDs Befürchtung bestätigen.