China und Russland warnen vor Eskalation: In einem Krieg mit Nordkorea gibt es „nur Verlierer und keine Gewinner“

"Die Spannungen zwischen den USA und Südkorea auf der einen Seite und Nordkorea auf der anderen Seite haben zuletzt zugenommen, und man hat das Gefühl, dass nun jederzeit ein Konflikt losbrechen kann", so der chinesische Außenminister Wang Yi.

Angesichts der zunehmenden Spannungen zwischen Nordkorea und den USA hat China eindringlich davor gewarnt, dass ein Konflikt jederzeit losbrechen könne.

„Die Spannungen zwischen den USA und Südkorea auf der einen Seite und Nordkorea auf der anderen Seite haben zuletzt zugenommen, und man hat das Gefühl, dass nun jederzeit ein Konflikt losbrechen kann“, sagte der chinesische Außenminister Wang Yi am Freitag in Peking.

Wang warnte zugleich vor den Folgen einer direkten Konfrontation. „Wenn es einen Krieg gibt, ist das Ergebnis eine Situation, in der jeder verliert und es keinen Gewinner geben kann.“ Egal welche Seite einen Konflikt provoziere, müsse diese die  „historische Verantwortung dafür übernehmen und den entsprechenden Preis zahlen“. Chinas sei der Auffassung, dass „Dialog die einzige Lösung“ sei.

Auch Russland hat in dem Konflikt zur Zurückhaltung aufgerufen. „Moskau beobachtet die Eskalation der Spannungen auf der Koreanischen Halbinsel mit großer Sorge“, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Freitag vor Journalisten. Russland rufe alle Länder zur Zurückhaltung auf und warne vor „provokativen Schritten“.

Die USA rechnen mit einem baldigen neuen Atomwaffentest Nordkoreas. Es stelle sich nicht die Frage, „ob“ Nordkorea erneut eine Rakete testen werde, sondern „wann“, sagte ein außenpolitischer Berater des Weißen Hauses am Freitag. Die USA prüften deshalb eine mögliche militärische Reaktion.

US-Präsident Donald Trump hatte am Donnerstag erklärt, Nordkorea sei ein „Problem, um das wir uns kümmern werden“. Zuvor hatte er mehrfach damit gedroht, das Atomprogramm Nordkoreas notfalls im Alleingang zu stoppen. Als Demonstration der Stärke entsandte Washington am vergangenen Wochenende bereits eine Flugzeugträgergruppe in Richtung der Koreanischen Halbinsel.(afp)

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