Alles Gift? Die Wahrheit über Zahnpasta, Fluorid und Karies

Zahnpasta ist in neuerer Zeit immer wieder in die Kritik geraten: Voller Gifte und schädlicher Zusatzstoffe, sagt ein Grüppchen gesundheitsbewusster Menschen. EPOCH TIMES bat zwei Experten darum, Sachlichkeit in die …

Zahnpasta ist in neuerer Zeit immer wieder in die Kritik geraten: Voller Gifte und schädlicher Zusatzstoffe, sagt ein Grüppchen gesundheitsbewusster Menschen. EPOCH TIMES bat zwei Experten darum, Sachlichkeit in die Diskussion zu bringen: Jaqueline Roussety sprach mit dem Berliner Zahnarzt und Ernährungsexperten Dr. Axel Görlich und Axel Kaiser. Er führt ein erfolgreiches Dentallabor und ist Entwickler von DENTTABS, einer Zahnreinigungstablette, die ohne zusätzliche Chemie und Konservierungsstoffe auskommt.

Foto: SAUL LOEB/AFP/Getty Images


Das Credo der beiden Experten: Wir brauchen uns gar nicht Fluorid, Lauryl Sulfate und Co. in den Mund zu schmieren. Denn dieser, wie auf vielen Blogs und von Ökoverbänden behauptete „Gift-Cocktail“ gelangt nicht nur durch das Zahnfleisch ins Blut, sondern lagert sich in Zahnfleisch und Mundhöhle ein. Von dort gelangt er durch kleinste Wunden in den Körper und kann potentiell Herzinfarkt, Schlaganfall und Krebs verursachen.

Axel Kaiser.Axel Kaiser.Foto: DENTTABS

Zahnpasta – seit 100 Jahren überflüssig?
Jacqueline Roussety: Dr. Görlich, da fragt man sich doch als Verbraucher zu Recht: Es gibt Gesundheitsämter, Aufsichtsbehörden, sogar eine Bundeszahnärztekammer. Warum wird hier nicht alles unternommen, diese nachweislich giftigen und wirklich unnützen Stoffe in Zahnpasta einfach zu verbieten?

Dr. Axel Görlich.Dr. Axel Görlich.Foto: privat


Dr. Görlich:
Es gibt wissenschaftliche Studien, meistens wegen bestimmten Interessensgruppen, weswegen Tests überhaupt durchgeführt werden. Und die Ergebnisse dieser Studien sind meistens schon im Voraus bestimmt, durch das Design der Studie selbst. Und da kommt dann etwas heraus, was verwendet und zitiert wird. Letztlich wissen die Leute die darüber entscheiden es oft nicht besser.

JR: Und für wen sind diese Studien zugänglich? {R:2}

Dr. Görlich: Das kommt ganz darauf an. Nicht alle ausgewerteten Studien sind öffentlich zugänglich. Besonders die Studien, die eine gegenteilige Aussage treffen. Die müssen zum Beispiel nicht mit veröffentlicht werden. Das ist hier anders als in Amerika zum Beispiel.

JR:
D.h., wenn ich Sie richtig verstanden habe, wenn jemand feststellt, dass dieser oder jener Stoff nicht in die Zahnpasta gehört, dann muss man diese Studien nicht veröffentlichen?

Dr. Görlich: Richtig. Für mich stellt sich aber als erstes die Frage, wer soll eigentlich für wen hier die Verantwortung übernehmen? Ich bin der Ansicht, dass als erstes der Verbraucher gefragt ist, selbst Verantwortung zu übernehmen. Er sollte sich doch mal vergewissern, was er sich da überhaupt in den Mund steckt. Die meisten aber wollen nicht wirklich darüber nachdenken. Denn es gibt eine Vielzahl von Dingen, die man sich aus meiner ärztlichen Sicht nicht oral einverleiben sollte. Da muss man sich halt die Mühe machen und auch mal auf das Kleingedruckte schauen.

JR: Aber ist das nicht ein verteufelter Kreislauf? Im Grunde meinen Sie, dass wir alle von heut auf morgen keine Zahnpasta mehr kaufen sollten. Aber ich muss doch als Verbraucher das Gefühl haben, dass das was dort käuflich zu erwerben ist, mir nicht Schaden zufügt. Kann ich nicht erwarten, dass der Hersteller mir ein Produkt liefert das ich ohne Bedenken nutzen kann? Nur der reine Boykott, das kann doch nicht wirklich die Lösung sein, oder?

Dr. Görlich: Eigentlich braucht man von Haus aus gar keine Zahnpasta. Die Zahnpasta ist gerade mal 100 Jahre alt, und die Menschheit hat es da vorher auch geschafft ohne Zahnpasta auszukommen.

JR: Sie als Zahnarzt behaupten, wir brauchen gar keine Zahnpasta? Aber man muss sich doch mit irgendwas die Zähne reinigen? 24 Stunden am Tag gelangen Bakterien aus dem Mundbereich ins Blut und besiedeln den Körper. Mehr als 80% der Erwachsenen sind von Parodontitis betroffen! Und einzig bei Diabetikern wird öfters Mal darauf hingewiesen, dass Parodontitis, also Zahnfleischbluten, und Diabetes sich gegenseitig befördern. Hier gibt es scheinbar einen Konsens. Warum nicht bei den anderen Krankheiten? Warum wird nicht ganz klar offen gelegt, dass über die Mundschleimhäute diese Gifte in den restlichen Körper gelangen? Welche Lobby und Macht steht dahinter?

Dr. Görlich:
Sobald in Deutschland ein Produkt auf dem Markt ist, besteht auch ein Interesse, dass es verkauft wird. Und die Hersteller werden alles daran setzen, vor allen Dingen werbungsmäßig, in der öffentlichen Meinung gut dazustehen. Es ist viel schwieriger ein neues Produkt zu kreieren und auf den Markt zu bringen. Also nimmt man die Bestehenden und wird dementsprechend Sachen unternehmen, dass diese Produkte eben auch auf dem Markt bleiben.

JR: Also wirtschaftliche Interessen vor Gesundheit?

Dr. Görlich:  Das ist bekannt. Das ist nicht die einzige Industrie, die das so macht.

JR: Sie als Zahnarzt, können Sie heute sagen, dass viele der Problematiken, die Sie behandeln auf falsche Zahnpasta zurückzuführen sind? Und woran erkennen Sie das?

Dr. Görlich: Die Zähne gehen nicht von Zahnpasta kaputt. Das halte ich für übertrieben. Es sei denn, man nimmt diese ganz hochgradig scharfen extrem Weißmacher, die wie ein Scheuermittel den Zahnschmelz zerstören. Das sollte eigentlich gar nicht verwendet werden.

JR: Warum müssen Zahnpasten denn so konzipiert werden? Warum all diese Stoffe?

Dr. Görlich: Das liegt an der Konsistenz der Paste an sich. Um diese Paste herzustellen, die für den Menschen zugelassen ist, und zwar als Kosmetikum – denn Zahnpasta wird zur Kosmetik zugeordnet – müssen bestimmte Vorschriften eingehalten werden wie: sie muss haltbar sein, deswegen die Konservierungsstoffe. Und damit die Paste überhaupt eine Paste wird, sind Stabilisatoren drin. Dann natürlich die ganzen Aromen. Meistens sehr bedenkliche Süßungsmittel und sogar Alkohol. Und diese Stoffe sind eigentlich da drin, damit die Paste eine Paste ist und bleibt. Das hat alles nichts mit der Zahnreinigung an sich zu tun. Nach meinen Erkenntnissen wird durch all diese Stoffe das Zahnfleisch zu sehr in Mitleidenschaft gezogen. Aufgrund der ganzen Chemikalien die in Zahnpasten enthalten sind. Das Zahnfleisch quillt richtig auf und wird dadurch leichter von den Bakterien durchdrungen. Diese Bakterien werden vom Blutkreislauf aufgenommen, lagern sich dann im Körper an.

JR: D.h., eine Krankheit, auch wenn sie Jahre später ausbricht, kann aufgrund dieser Gifte entstanden sein?

Dr. Görlich: Das kann ein Aspekt sein. Ich vertrete aber ganz eindeutig die These, dass der Verbraucher selbst für seine Gesundheit verantwortlich ist. Und das beginnt ganz klar mit der Ernährung. Denn dieser Aspekt beeinflusst das andere. Es ist ein Wechselspiel. Ich kann mich nicht jeden Tag schlecht ernähren und mich dann wundern, dass meine Zähne langsam aber sicher zerstört werden, auch wenn ich die teuerste Zahnpasta benutze.

Herr Kaiser: Interessant ist hier auch eine Studie aus England. Hier hat man die Gehirne von Menschen mit Alzheimer nach ihrem Tod untersucht und verglichen mit gleichaltrigen Patienten ohne Alzheimer. Und in allen Hirnen von Alzheimerpatienten fanden sich Unmengen von Bakterien, die explizit nur in der Mundhöhle vorkommen.

JR: Eine höchst alarmierende Studie, denn das sogenannte Bakterium Porphyromonas Gingivitis konnte tatsächlich in den untersuchten Gehirnen nachgewiesen werden. Es regt das Immunsystem an, chemische Stoffe freizusetzen, die im Gehirn wiederum Neuronen zerstören. Dadurch entstehen diese Alzheimer-typische Strukturveränderungen. Diese Bakterien gelangten offensichtlich durch Parodontose, also entzündetem Zahnfleisch, in den Körper. Der Zusammenhang zwischen parodontalen Infekten und dem Absterben von Nervenzellen versuchen die britischen Forscher nun anhand dieser Studie und ihren Ergebnissen zu beweisen, da die Immunantwort auf genau dieses Bakterium zu Strukturabbau und zum Verlust der Erinnerungsfähigkeit führen kann.
[–Zähne „Polieren“ statt Zähne „Putzen“?–]
JR: Natürlich stellt sich da doch unweigerlich die Frage, warum müssen Tiere nie ihre Zähne putzen? Ausgerechnet der Mensch, der tagtäglich seine Zähne pflegt, hat die meisten Probleme und zerstörte Zähne. Herr Kaiser könnten wir nicht eigentlich von den Tieren lernen? Und wenn ja was genau?
Herr Kaiser: Was uns hier von den Tiere unterscheidet ist, dass die Tiere sich in ihrem natürlichen Umfeld bewegen und sich auch natürlich ernähren. Das kann man von uns  Menschen in den westlichen, industriellen Kulturen nicht mehr sagen. Wir essen viel zu viel industriell verarbeitete Produkte wie: Zucker, Weissmehl und andere Kohlenhydrate. D.h. kaum mehr natürliche Stoffe, fast alles chemisch hergestellt. Zusammen mit der sich immer wieder entwickelnden Rauigkeit der Zähne können sich die Bakterien in den dort entstehenden Belägen vermehren, produzieren Säure und das zerstört den Zahnschmelz. Daraus ist dann die Idee entstanden, man müsse eigentlich die Zähne von diesen Belägen befreien. Also: Zähne putzen. Und eine ganze Industrie lebt ziemlich prächtig davon, dass das nicht funktioniert.

DENTTABS-Dose.DENTTABS-Dose.Foto: DENTTAS

JR: Sie als Verbraucher haben entschieden, das will ich so nicht mehr mitmachen. Sie haben sich etwas überlegt, was den Tieren eigentlich ziemlich nahe kommt. Wir wissen alle, dass die Biber den ganzen Tag auf harten Ästen rumnagen. Nicht umsonst werden diese Tiere gerne in der Werbung genutzt, um auf schöne gesunde und glänzende Zähne hinzuweisen. Das ist doch etwas, was Sie inspiriert hat, DENTTABS, also Zahntabletten zu entwickeln, die auch zerkaut werden müssen.

Herr Kaiser: Die Erkenntnis, dass wir das letztlich so wie die Biber praktizieren, kam tatsächlich erst nachdem wir die Tabletten bereits entwickelt hatten. Das Ganze begann mit einer Doktorarbeit, die sich vor allen Dingen mit den ganzen Zusatzstoffen auseinandersetzte. Diese Doktorarbeit, die wir als Labor für einen Zahnarzt begleitet haben, hatte zum Thema: Ein wasserfreies Zahnpflegemittel, um eben all diese Hilfsstoffe, die nichts mit der eigentlichen Zahnpflege zu tun haben, überflüssig zu machen, und deren Aufnahmen in den Körper so zu verhindern. Die Zellulose, also das „Holz“ in den Tabletten, so zeigte sich, ist dabei der eigentliche mechanische Trick: Sie poliert die Zahnoberflächen! Sind die Zähne blankpoliert, so kann praktisch nichts mehr anhaften. Und ohne Beläge gibt es natürlich auch deren Folgen – also insbesondere Karies – nicht mehr.

JR: Es geht nicht ums reinigen, sondern um ein Vorbeugen?

Herr Kaiser: Richtig. Was man mit DENTTABS strenggenommen macht, ist nicht reinigen, sondern polieren. Und das führt dazu, dass die Zähne derart glatt werden, dass es praktisch zu keiner Belagsbildung mehr kommen kann. Aber das für sich zu klären, ist nicht so einfach, wie es klingt. Denn wir werden von klein auf getrimmt, dass die Zähne mit Zahnpasta und Zahnbürste geschrubbt und bearbeitet werden müssen.

JR: Wie genau funktionieren denn nun diese kleinen Tabletten? Und wodurch machen diese den entscheidenden Unterschied zur herkömmlichen Zahnpasta?

Herr Kaiser:
Die Anwendung ist völlig unkompliziert. Die Tablette wird zerbissen und mit Speichel vermengt. Mit der dabei entstehenden Paste und einer idealerweise sehr weichen Zahnbürste tut man genau das gleiche wie bisher. Der Unterschied ist einfach nur, dass wir uns von dem Gedanken trennen müssen, dass wir die Zähne „putzen“. Tatsächlich werden sie poliert, die Zähne also wunderbar glatt.

JR: Dr. Görlich, ist es wirklich wahr, dass es ausreicht, dass die Zähne nur poliert werden müssen, damit sich keine Bakterien ansammeln können? Wir können wirklich mit dieser Tablette Karies verhindern und den Abbau des Zahnschmelzes vorbeugen? Können Sie das als Zahnarzt bestätigen?

Dr. Görlich: Ja natürlich. Denn wenn der Zahnschmelz glatt ist, kann nichts anhaften. Das Problem von Zahnsteinbildung heißt, dass Sie Beläge haben, die durch zu viele Mineralien im Speichel versteinern. Das sind eben die falschen Mineralien, die da nicht hingehören. Sie müssen sich das so vorstellen: Jeder von uns hat verschiedene Mineralien im Speichel. Es gibt Mineralien, die von Haus aus den Zahnschmelz stärken und reparieren. Aber es gibt auch die Mineralien, die sich am Zahnbelag niederschlagen, die diese dann „versteinern“ lassen. Das sind die „schlechten“ Mineralien.
Aber ich möchte hier schon noch anmerken, es bleibt weiterhin wichtig, auch die Zahnzwischenräume zu reinigen, und vor allen Dingen die Zunge. Das vergessen die meisten Menschen. Denn auch hier lagern und sammeln sich natürlich gerne Bakterien. Und wer einen frischen Geschmack im Mund haben will, muss diese Sache unbedingt mitreinigen!
Und wie ich schon erwähnt habe, bei einer gesunden und abwechslungsreichen Ernährung, kann man auf all die Zusatzprodukte wie Mundspülung oder Mundwasser verzichten. Im Gegenteil, all diese Mundwasser unterbrechen den natürlichen Prozess der Mundflora. Das Unterbrechen dieser Flora heißt, hier können sich dann Bakterien niederlassen, die da nicht hin gehören. Oder auch Pilze zum Beispiel.

JR: Herr Kaiser, was für Stoffe sind denn genau in DENTTABS enthalten?

Herr Kaiser: 70 % bildet allein die Zellulose, also Holz. Kieselerde als Kompaktiermittel, damit die Tabletten nicht so zusammengepresst werden müssen, dass sie zu hart werden. Ein bisschen Geschmack, auch ein bisschen Süße für den zahnpastaähnlichen Geschmack, einen Hauch Zitronensäure, damit der Speichel angeregt wird, Natron zum Einstellen des ph-Wertes. Dann haben wir die Version mit Fluorid und auch die Version ohne Fluorid. Auch ein wenig Tensid – also diese vermeintliche Seife. Aber nicht, damit es schäumt, sondern als Verbindung zwischen Fett und Wasser.

JR: D.h. im Klartext, all die anderen Stoffe die wir sonst in den Zahnpasten finden sind in ihren Zahntabletten nicht enthalten? Auch keine Konservierungsstoffe?

Herr Kaiser: Nein. Die brauchen wir nicht, da diese Tabletten trocken sind. Wir haben verschiedenste Tests dazu durchgeführt. Unter anderem haben wir sie wochenlang einfach offen liegen lassen und sie in Klimaschränken testen lassen. Die Tabletten waren zu keiner Zeit mit Feuchtigkeit in Berührung gekommen und ohne diese Feuchtigkeit kann es auch zu keiner Keimbildung kommen.
[–Parodontitis – und dann?–]
JR: Die größte Dramatik entwickelt sog. Parodontitis, die Entzündung in dem Raum zwischen Zahnfleisch und Zahn. Das am Ende des Prozesses die Zähne ausfallen, ist dabei das geringste Problem. Dr. Görlich, reichen hier die Tabletten aus, das zu verhindern oder gar zu beheben?

Dr. Görlich: Ja. Ich konnte beobachten, wie Zahnfleischbluten und sichtbare Entzündungen des Zahnfleisches dauerhaft verschwanden. Und eben auch Parodontitis geht zurück, bis zur vollständigen Abheilung. Und das alles innerhalb weniger Tage.

Herr Kaiser: Ich kann nur wiedergeben was Anwender berichten, die die Tabletten statt Zahnpasta benutzen. In allen uns bekannt gewordenen Fällen haben die Komplikationen schlagartig aufgehört. Die Anwender waren natürlich erfreut, aber auch irritiert und fragten uns berechtigterweise, was wir denn in den Tabletten hätten, da ihre Probleme behoben waren. Und ich kann nur sagen, da ist nichts drin, das eine heilende Wirkung hätte. Es ist nur so, es ist aber auch nichts drin, was diese Probleme fördern könnte. Da drängt sich natürlich der Verdacht auf, dass all die Stoffe, die in typischer Zahnpasta zusätzlich enthalten sind, mit den Problemen zu tun haben müssen.

JR: Aber wissenschaftliche Studien gibt es dazu noch nicht?

Herr Kaiser: Für die Frage, warum es zu den schier unglaublichen „Reparaturleistungen“ bei Anwendern kam und kommt, also das Phänomen, dass z.B. empfindliche Zahnhälse in kürzester Zeit ihre Empfindlichkeit verlieren, oder sogar kleine Löcher quasi zuwachsen, hat Prof. Gängler diverse Untersuchungen durchgeführt, die man auch bei uns auf der Web-Site findet. Schlichtes Ergebnis ist, dass es an der Darreichung liegt. Also daran, dass die Tablette im Mund zerkaut wird, sich das Fluorid also direkt im Speichel auflöst. Für weitere Studien fehlt uns noch das Geld, aber da sind wir zuversichtlich…

JR: D.h. einfach mal ausprobieren?

Herr Kaiser: Ja genau. Den Poliereffekt erlebt man gleich beim ersten Mal, bei den anderen Effekten braucht es meist nur wenige Tage.
JR: Dr. Görlich, die Zahnbürste soll extrem weich sein. Wird nicht bei den meisten das Gefühl entstehen, man bekommt den ganzen Dreck nicht wirklich runter?

Dr. Görlich: Wenn wir von regelmäßiger Zahnpflege ausgehen, was ich jetzt einfach mal voraussetze, und regelmäßig heißt zweimal am Tag, dann unterbrechen Sie den Biofilm, der sich auf den Zähnen niedergeschlagen hat und beseitigen ihn. Und das reicht einfach, die Zähne zu polieren. Nur um diesen Biofilm geht es. Und dieser Biofilm hat auch eine bestimmte Entstehung. Er ist aus konzentrierten Kohlenhydraten. Werden also Weizenmehl oder Zucker gegessen, dann bildet sich dieser Film. Die Bakterien hinterlassen eine Matrix aus organischem Material und das ist letztendlich der Zahnbelag. Wenn man dann lang genug wartet, wird der Belag so dick, dass Sie ihn mit dem Fingernagel abkratzen können. Aber das ist eben nicht das Ergebnis regelmäßiger Zahnpflege.

Herr Kaiser: Das, was wir seit Jahren beobachten können, ist der Poliereffekt. Menschen die zum Beispiel viel Tee oder Kaffee trinken, haben diesen typischen Grauschleier auf den Zähnen. Der verschwindet nach wenigen Anwendungen. Die Anwender glauben dann meist, dass sie plötzlich weißere Zähne bekommen haben. Das stimmt aber so nicht ganz. Die Zähne haben einfach ihre natürliche Farbe zurückbekommen. Denn die farbigen Pigmente, die in der Rauigkeit der Zähne haften, verlieren ihren Halt eben durch die Politur. Rauigkeit des Zahnes. Keine Rauigkeit – keine Pigmente.

JR: Das heißt, diese berühmten Faktoren wie: Rotwein, Nikotin, Kaffee und Tees – dafür bräuchte ich nicht mehr diese hochgradig ätzenden und weismachenden Zahnpasten, sondern Sie behaupten, dass Ihre Tabletten vollkommen ausreichen?

Herr Kaiser: Ja, genau. Und es ist doch auch erstaunlich, dass offenbar niemand unser derzeitiges Zahnpflegesystem, also Zahnpasta und Zahnbürste ect, hinterfragt hat. Die große Zeit dieser Idee begann in unseren Breiten genaugenommen erst gegen Ende der 60er Jahre, als Fluorid den Weg in die Zahnpasta fand, und alle darin die Lösung der großen Kariesprobleme in der Zeit sahen. Und tatsächlich nahm der Kariesbefall auch rapide ab. Im Nachhinein stellt sich allerdings die Frage, ob das nicht eher an dem konsequenteren Zähneputzen als solches lag…
[–Kinderzähne. Wer trägt hier die Verantwortung?–]
JR: Sie gehen ganz aktiv nach draußen, um den Menschen diese Alternative zu bieten. Sie sind bei vielen Veranstaltungen dabei und laden Erwachsene und Kinder ein, diese Tabletten ausprobieren. Wie reagieren die Kinder darauf?

Herr Kaiser: Wir haben manchmal ganze Horden von Schulklassen bei uns, die sich dann mitunter mehrfach die Zähne mit den Tabletten putzen wollen. Sie finden diesen Prozess mehr als spannend. Daraufhin kommen die Eltern hinzu, wollen möglichst viele dieser Tabletten mit nach Hause nehmen, weil sie zum ersten Mal das Gefühl bekommen haben, dass die Kinder Zähneputzen als einen aktiven und spannenden Prozess empfunden haben.

JR: Also, sind DENTTABS auch tatsächlich für Kinder geeignet?

Foto: privat.

Herr Kaiser: Bei den fluoridhaltigen Tabletten müssen wir drauf schreiben: für Kinder ab sechs Jahren, weil der Fluoridgehalt sich an Erwachsenen orientiert, sprich den zweiten Zähnen. Diese Einschränkung haben wir bei den Fluoridfreien, die sowieso für Kinder schlauer sind, nicht.  

JR: Wo gibt es DENTTABS und wie teuer sind sie?

Herr Kaiser: Die Dose mit 125 Tabletten für zwei Monate kostet sechs Euro. Hier sind ungefähr zwei Tuben Zahnpasta drin. Und eine Tube hält ca. 1 Monat. DENTTABS kosten also in etwa so viel wie eine typische Markenzahnpasta.

JR: Jetzt kommen wir mal zum Thema Nachhaltigkeit. Was ich an ihrer Dose spannend finde, ich kann bis zur letzten Tablette wirklich alles verbrauchen. Das kann man nun wahrlich nicht von einer Zahnpastatube behaupten. Wieviel Tonnen Zahnpasta landen auf dem Müllberg, zusammen mit all diesen giftigen Zusatzstoffen und gelangen unweigerlich irgendwann ins Grundwasser?

Herr Kaiser: Wir haben ein Experiment gestartet um genau das auszurechnen. Wir haben uns eine Handmangel besorgt und im Labor und Betrieb unsere Mitarbeiter aufgefordert, so gut wie möglich Zahnpastatuben auszudrücken. Und im Schnitt blieben immer noch 11 Gramm  pro Tube übrig. Und das waren ideal geleerte Tuben! Diese Mühe machen sich die meisten Verbraucher nicht. Und in Deutschland werden ca. 40 Million Tuben pro Monat weggeworfen. Das ganze mal 12 × 11 Gramm – das ist ein mittelgroßes Fußballfeld – also kniehoch voll Zahnpasta. Plus natürlich die ganzen Plastiktuben.

JR: Aber was passiert mit den ganzen Stoffen, die ebenfalls zurückbleiben? Die sickern ins Grundwasser?

Herr Kaiser: Schwer zu sagen. Aber da müsste sich tatsächlich mal jemand der Frage annehmen. Wobei der größte Teil über das Waschbecken in die Kläranlage gelangt. Und was hier genau von den Wasserwerken rausgefiltert werden kann, ist auch nicht so offensichtlich.

JR: Doch leider ja. Wir wissen mittlerweile, dass unser normales Leitungswasser und auch Mineralwasser eben nicht frei von Rückständen sind. Denn nicht jeder Brunnen in Deutschland ist wirklich dicht. Damit gelangen unweigerlich Pestizide und vor allen Dingen Medizinrückstände wieder zurück ins Trinkwasser. Stiftung Warentest hat diesbezüglich einige Test rausgegeben.
[–Fluorid. Das verabreichte Gift in Zahnpastatuben?–]
JR: Ein Internetblog hat unglaubliches Aufsehen erregt. Hier wird behauptet, dass Fluor eine giftige Substanz ist. Fluor frisst sich durch Aluminium, durch Glas, durch Stahl und macht natürlich dann vor Zahnschmelz nicht halt. Und angeblich sollen fluoridhaltige Produkte das Gehirn zerstören, Zellmembranen schädigen und sich über Jahre im Körper einlagern und für schwerste Krankheiten sorgen. Sofort hat die Bundeszentrale der Ärztekammer reagiert und schreibt: die Verwendung fluoridhaltiger Zahnpasta ist eine der wirksamsten kariespräventiven Maßnahmen. Fluoride sind eines der weltweit am gründlichsten untersuchten Medikamente. In über 300.000 wissenschaftlichen Untersuchungen wurde bisher kein Hinweis auf eine etwaige Gefährdung der Gesundheit bei korrekter Einnahme gefunden.
Dr. Görlich, wie berechtigt ist nun die Angst um fluoridhaltige Zahnpasten? Oder ist es wirklich das wundersame Mittel Zähne gesund zu erhalten? Denn interessanterweise wurde von den 300.000 Untersuchungen keines wirklich offen gelegt.

Dr. Görlich: Kritik ist immer gut. Aber wenn man beginnt, wie in diesem Internetblog Begriffe so durcheinander zu bringen, was letztendlich dazu führt, dass Unwahrheiten und Halbwissen in die Medien gelangen, dann finde ich diese Blogeinträge mehr als kontraproduktiv. Zunächst einmal: Fluor ist ein Stoff der höchst aggressiv ist. Insbesondere in Verbindung mit Wasserstoff. Fluorwasserstoff ist Flusssäure, zersetzt Keramik, Zahnschmelz – eben auch ein organisches Gewebe. Aber Fluor ist nicht in Zahnpasta! In Zahnpasta ist Fluorid. Fluorid ist ein Salz des Elementes Fluor. Und dieses Salz kommt in der Erdkruste vor und auch in Pflanzen. Wenn sie zum Beispiel Zuckerrohr nehmen, da ist ganz viel Fluorid drin. Und dieses Fluorid hat einen ganz bestimmten Mechanismus. Zum einen wird ihm nachgesagt, dass es unter bestimmten Bedingungen im Zahnschmelz Hydroxyl-Ionen gegen Fluor-Ionen austauscht und damit härtet. D.h. damit entsteht ein natürlicher Reparaturmechanismus. Und das soll die Qualität der Zahnoberfläche verbessern. Oder auch kleine Dentinkanälchen oder empfindliche Zähne wieder verschließen, d.h. Remineralisieren. Und der andere Effekt ist, dass Fluoride die Glukose -6 Phosphatase hemmen. Das ist ein Enzym was wir haben, um Zucker aufzuspalten. Und die Bakterien besitzen dieses Enzym auch. D.h., wenn sie Fluorid auf diese Bakterien loslassen, dann wird der Zuckerstoffwechsel gehemmt und die Bakterien gehen zu Grunde. Das ist der Effekt von Fluorid.
Das bedeutet also, wer viel Zucker, vor allen Dingen industriell verarbeiteten Zucker oder Weizenmehl zu sich nimmt, sollte unbedingt fluoridhaltige Zahnpasta verwenden. Denn dann ist das Fluorid das Gegengift. Und der Zahnschmelz wird nicht zerstört, was dann ja letztendlich zu Karies und vielleicht auch im schlimmsten Fall zu Parodontitis führt. Da man das auch verschluckt, hemmt es auch den eigenen Zuckerstoffwechsel. Aber, ein anderes Problem ist, es wird dem Fluorid nachgesagt, dass es die Menschen in ihrer Wahrnehmung dämpft.

JR: Ja, es ist bekannt, dass Fluorid in Konzentrationslagern verabreicht wurde, um die Menschen psychisch zu brechen oder zu dämpfen. Auch befindet sich Fluorid in Psychopharmaka, um die Patienten zu beruhigen. Das heißt doch dann streng genommen – nicht so optimal, der Stoff Fluorid, oder? Nochmal meine Frage, ist das in Zahnpasten enthaltene Fluorid ein natürlicher oder chemisch zusammengesetzter Stoff?

Dr. Görlich: Das ist in der Regel eine Chemikalie. Und die ist für die Hemmung des Zuckerstoffwechsels der Bakterien zuständig – das tut sie wohl – für die Reparatur bleibt Fluorid aber wirkungslos. Weil das Fluorid bereits gelöst ist. Denn Fluorid wirkt nur in der Flüssigkeit, wo es sich als erstes löst. D.h. in dem Moment in dem die Pasta hergestellt wird, löst sich das Fluorid schon auf und ist dann beim Zähneputzen nicht sonderlich wirkungsvoll. Das heißt genau genommen, die Zahnpasta schafft es nicht wirklich, die Aufgabe der Prophylaxe und des Reparierens damit zu erfüllen.

JR: Herr Kaiser, wie ist das bei ihren Zahntabletten? Bekommt hier das Fluorid die Möglichkeit ihren Reparaturdienst zu entwickeln?
 
Herr Kaiser: Ja. Das eingemischte Fluorid löst sich zu 100 % im Speichel auf, während man die Tablette zerkaut. Und damit gelangt beim „Putzen“ bzw. „Polieren“ alles direkt auf die Zähne. Die Folge ist, dass zum Beispiel die durch Säureeinwirkung geweiteten Öffnungen der Dentinkanälchen, bekannt als empfindliche Zahnhälse, innerhalb kürzester Zeit derart stark remineralisiert werden können, dass dadurch die Schmerzempfindlichkeit dauerhaft verhindert werden kann. Das hat so bislang kein uns bekanntes Produkt erreicht.
 
JR: Herr Kaiser, Sie bieten aber auch ihre Tabletten ganz bewusst ohne Fluorid an. Warum?

Herr Kaiser: Es klingt jetzt vielleicht seltsam, aber wir konnten sogar beobachten, dass sich kleine Löcher wieder verschlossen. Wenn das Fluorid durch die Darreichung als Tablette nun derart effektiv ist, dann stellt sich die Frage, wenn alles Erreichbare erreicht ist, wozu soll ich es weiter zu mir nehmen? Und hat man seine Ernährung umgestellt, sprich weniger Kohlenhydrate, weniger Zucker ect., dann brauchen Sie dieses Fluorid unserer Auffassung nach umso weniger.

JR: Dr. Görlich, was ist mit Kindern? Empfehlen Sie Kindern Fluoridtabletten zu geben? Welchen Sinn machen diese Tabletten?

Dr. Görlich: Sinn macht es in erster Linie, den Kindern eine gesunde Ernährung zu bieten. Zu viel Zucker, die Übersäuerung – übrigens ein sehr großes Thema heute – all das macht bei den Kindern heute nicht mehr halt. Das wird zum Beispiel viel zu wenig von Ärzten behandelt. Denn durch die permanente Übersäuerung ist natürlich der Nährboden geschaffen, dass permanente Entzündungen im Körper entstehen. Wir nehmen alle viel zu wenige Mineralien zu uns, und durch dieses Minderangebot an Mineralien in der Nahrung müssen alle Mineralien substituiert werden. Dem Kind zusätzlich geben. Wenn sie das nicht tun, wird sich der Zahnschmelz bei den Kindern nicht richtig entwickeln können. Und was noch viel schlimmer ist, der Organismus löst permanent Mineralien aus dem Skelett heraus, um diese Säuren abzupuffern. Und so werden die Gewebe langsam aufgeweicht, es kommt zu Knochenschwund, in erster Linie im Kieferbereich. Das ist sozusagen der Beginn von Osteoporose. Wenn Sie permanent Parodontose haben, das ist Teil dieser Osteoporose.
Um auf Ihre Frage zurückzukommen, Kindern eine gute Ernährung bieten und nicht diese Fluoridtabletten geben.

Herr Kaiser: Dem kann ich nur zustimmen. Mich beschäftigt schon lange die Frage, welche Auswirkungen es für die Kinder, die in den Siebzigern konsequent mit Fluoridtabletten versorgt wurden, haben wird, wenn sie alt werden. Sind sie davon bedroht, dass ihre Knochen möglicherweise früher brüchig werden? Und es scheint tatsächlich einiges darauf hinzuweisen, dass die Knochen härter werden und dadurch anfälliger für Brüche.

JR: Was zum Beispiel ist mit Mundwasser und Mundspülung, die mittlerweile in jeder Werbung mit angepriesen werden?

Dr. Görlich: Ich kann nur wiederholen, eine gesunde Mundflora braucht all dieses Zeug nicht. Zahnpasten mit angeblichen Weißmachern sind zu scharf, zerstören den Zahnschmelz und die permanente Benutzung von Mundwasser bringt ein Ungleichgewicht der Mundflora.
Eine gesunde Ernährung – und wir brauchen alle diese Zusatzprodukte nicht.

Herr Kaiser: Ich kann nur wiedergeben, was ich seit Jahren feststelle: Haben sich Anwender erstmal für einige Wochen konsequent von allem bisherigen getrennt, dann vertragen sie zumeist all die Stoffe auch nicht mehr. Im Extremfall überkommt sie sogar ein Gefühl von Übelkeit, wenn sie sich erneut an typischer Zahnpasta versuchen!

JR: Ich danke Ihnen beiden ganz herzlich für dieses Interview!