Auf Parkdeck: Anwohner wollte Amokläufer mit Bierflaschen stoppen

"Dann haben wir den Kerl mit der Waffe gesehen. Ich wusste, dass Freunde von mir im OEZ waren, ich wollte sie vor dem Typen warnen, deshalb habe ich den Clip weitergeschickt. Dass das dann um die ganze Welt geht, konnte ich ja nicht ahnen."
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Foto: Screenshot/Youtube
Epoch Times23. Juli 2016

Die Anwohner, die auf dem „Parkdeck“-Video teilweise zu hören sind, wollten den Münchener Amokläufer unter anderem mit Bierflaschen stoppen. „Wir dachten erst, da wirft einer mit Böllern“, sagte der Videofilmer, ein bosnischstämmiger Münchner, der „Welt am Sonntag“.

„Dann haben wir den Kerl mit der Waffe gesehen. Ich wusste, dass Freunde von mir im OEZ waren, ich wollte sie vor dem Typen warnen, deshalb habe ich den Clip weitergeschickt. Dass das dann um die ganze Welt geht, konnte ich ja nicht ahnen.“

Der Mann habe seine Pistole nachgeladen „und dann hat er sofort auf unseren Balkon geschossen.“, berichtet der Mann, der seinen Nachnamen nicht bekannt geben möchte, weiter. Zwei Schüsse seien ganz dicht über seinen Kopf eingeschlagen.

„Ich hatte totales Glück, aber mein Vater hat etwas abbekommen.“ Der erlitt demnach eine Splitterverletzung am Kopf und wurde nach Informationen der „Welt am Sonntag“ in einem Münchner Krankenhaus behandelt.

Der Amokläufer habe gerufen, dass er Deutscher sei und dass es nicht um den Islam gehe, erinnert sich der Mann, dessen Handy mit den Originalaufnahmen inzwischen von der Polizei beschlagnahmt wurde.

Auf dem Video ist auch die Stimme eines Mannes zu hören, der den Amokläufer beschimpft. Nach Recherchen der „Welt am Sonntag“ handelt es sich dabei um einen 57-Jährigen, der ein Stockwerk über der bosnischen Familie wohnt.

„Ich habe hier gestern Abend mein Feierabendbier getrunken, dann habe ich Schüsse gehört und dann ist mir dieser Vollpfosten mit der Waffe da unten aufgefallen“, sagte der Baggerfahrer der „Welt am Sonntag“. „Ich habe sogar versucht, ihn mit der Bierflasche zu treffen“, aber die sei an der Überführung zum Parkdeck zersplittert.

„Du bist doch nicht ganz sauber, habe ich gerufen, du bist ein Arschloch!“, erinnert er sich. „Nein, hat er da gesagt, ich bin Deutscher.“ Dann habe der Mann seine Waffe gehoben „und Bamm, Bamm, Bamm, da bin ich in Deckung gegangen.“

https://www.youtube.com/watch?v=GLWMOiHZT6U

Hier der Dialog zwischen dem Täter und dem Bayer auf dem Balkon:

Bayer auf Balkon: Du Arschloch, du Hundsgemeiner.

Täter: Wegen euch wurde ich gemobbt sieben Jahre lang, weil ich … (?) … musste.

Bayer auf dem Balkon: Sie Wichser da. Sie Arschloch einer.

Täter: Und jetzt muss ich ’ne Waffe tragen / kaufen … (um euch abzuknallen?).

Bayer auf dem Balkon: Eine Waffe? Weißt du was? Dir gehört der Schädel eingeschmissen. Du Arschloch einer. Ey!

Täter: (…) bin doch euer Gast, oder?

Bayer auf dem Balkon: Das musst du sagen, du Wichser einer.

Täter: Wegen Scheiß-Türken.

Bayer auf dem Balkon: Scheiß Kanacken einer. Ey der

hat eine Schusswaffe! Holt jemand her, der hat seine Waffe geladen. Holt

die Bullen einer! Hier läuft er umeinander, der Wichser einer.

Täter: Ich bin Deutscher. Hört auf zu flennen.

Bayer auf dem Balkon: Du bist ein Wichser bist du.

Täter: Lasst mich zufrieden.

Bayer auf dem Balkon: Ein Wichser. Was machst für einen Scheiß?

Täter: (Mein Vater ?) ist hier geboren worden. … (?) ihn gehasst. In der Hartz IV Gegend. Bin dort zur Schule gegangen.

Bayer auf dem Balkon: Na und, was machst für’n Scheiß? Dir gehört der Schädel runtergeschlagen, du Arschloch da unten.

Täter: Wegen Leute wie Sie war ich ganz viel in Behandlung.

Bayer auf dem Balkon: Behandlung? Du gehörst in die Psychiatrie, du Arschloch.

Täter: Ich hab nichts getan. … Wort gehalten… Halten Sie die Schnauze, Mann.

Dann fallen vier Schüsse. Die Leute, auf dem Balkon, von wo aus

gefilmt wird, erschrecken. Dort sagt eine Stimme: Das ist ja der Hammer.

(dts Nachrichtenagentur)



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