Apotheker fordern Verbot von Versandhandel mit rezeptpflichtigen Medikamenten

Der Versandhandel mit rezeptpflichtigen Medikamenten soll verboten werden – das fordern Apotheker in Deutschland. Denn durch den Versand von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln würden Mittel entzogen, "die zur Aufrechterhaltung der Versorgung der Bevölkerung dienen", so die Apotheker.

Der Deutsche Apothekertag hat sich für ein Verbot des Versandhandels mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln ausgesprochen. Der Gesetzgeber soll den Versandhandel mit Arzneimitteln „auf das europarechtlich notwendige Maß zurückzuführen“, forderten die Apotheker in einem am Donnerstag auf der Hauptversammlung in Düsseldorf beschlossenen Leitantrag. Nach EU-Regeln muss demnach nur der Versandhandel mit rezeptfreien Medikamenten erlaubt sein.

Nur durch ein Verbot des Versandhandels mit rezeptpflichtigen Arzneien könnten künftig einheitliche Apothekenabgabepreise gewährleistet werden, betonten die Apotheker. Diese seien notwendig für die Versorgung aller Patienten in Deutschland.

Durch von Versendern eingeräumte Rabatte würden „den Krankenkassen als typischen Empfänger von Preisnachlässen im Gesundheitswesen einerseits und andererseits der Solidargemeinschaft der Steuerzahler Mittel entzogen, die zur Aufrechterhaltung der Versorgung der Bevölkerung dienen“. (afp)

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