Palmer räumt Fehler der Grünen bei Jamaika-Gesprächen ein – Trittins Provokationen in Richtung FDP waren „unsäglich”

"Ich fand die öffentlichen Provokationen von Jürgen Trittin vor allem in Richtung FDP kurz vor der letzten Verhandlungsrunde unsäglich", sagt der Oberbürgermeister von Tübingen, Boris Palmer.
Epoch Times22. November 2017

Der Oberbürgermeister von Tübingen, Boris Palmer (Grüne), hat Fehler seiner Partei bei der Jamaika-Sondierung eingeräumt, die mit zum Scheitern der Verhandlungen geführt hätten.

„Ich fand die öffentlichen Provokationen von Jürgen Trittin vor allem in Richtung FDP kurz vor der letzten Verhandlungsrunde unsäglich“, sagte Palmer der „Zeit“. Was seine Partei inhaltlich angeboten habe, sei dagegen „tipptopp“ gewesen.

Gescheitert seien die Verhandlungen Palmer zufolge aber vor allem an den Liberalen. „Ich bin verärgert, dass die FDP mit dem Schicksal des Landes zockt“, sagte er. Sogar Horst Seehofer (CSU) und Claudia Roth (Grüne) seien sich einig geworden.

Die Sondierungen seien folglich nicht an inhaltlichen Hürden gescheitert, zumal die Grünen eine Obergrenze bei Flüchtlingen von 200.000 als Richtwert akzeptiert hätten. „Die CSU stellt ja richtige Forderungen: Wir brauchen Heimat, Ordnung und Steuerung“, sagte Palmer, „offene Grenzen sind in der heutigen Welt nicht machbar.“

Man dürfe aber auch die ethische Verantwortung gegenüber den Menschen, „denen es wirklich schlecht geht, nicht vergessen“, so Palmer. „Wir Grüne hätten in einer Koalition diesen christlicheren Anteil, die Barmherzigkeit, vertreten und die CSU den leider nicht vermeidbaren Anteil, die Härte und die Begrenzung.“ (dts)



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