Schulz: Deutschland soll Haushaltlücke nach Brexit finanzieren

Durch den Brexit entstehe eine Haushaltlücke – da müsse Deutschland tiefer in die Tasche greifen, so SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz.

Durch den Brexit entstehe eine Haushaltlücke – da müsse Deutschland sich stärker finanziell engagieren, meinte SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz am Freitag.

Wenn die britischen Beiträge wegfielen, gebe es zwei Möglichkeiten, sagte Schulz der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins „Spiegel“. „Entweder wir streichen den EU-Haushalt zusammen. Oder die Summen werden unter den verbliebenen 27 aufgeteilt.“

Schulz machte deutlich, er sei „jedenfalls strikt dagegen, dass wir in der laufenden Haushaltsperiode wegen des Brexits die Mittel beispielsweise für Forschungsförderungen oder Investitionen zusammenstreichen. Ich glaube, dass man das den Deutschen sehr gut erklären kann.“

In seiner Zeit als Abgeordneter und Präsident des Europäischen Parlaments habe er stets dafür geworben, „dass CDU und CSU mit ihrem Gerede von Deutschland als ‚Zahlmeister Europas‘ aufhören“.

Schulz bekräftigte im „Spiegel“-Interview, dass er Europafragen zu einem seiner zentralen Wahlkampfthemen machen werde. „Ein starkes Europa ist im deutschen Interesse“, sagte der SPD-Kanzlerkandidat. (afp)