Litauen wirft Russland ständige Stationierung von Raketen in Kaliningrad vor

Die litauische Staatschefin Grybauskaite hat Moskau beschuldigt, atomwaffenfähige Raketen in seiner Exklave Kaliningrad zu stationieren. Die Präsidentin sagte Reportern am Montag, diesmal sollten die Iskander-Raketen ständig in Kaliningrad bleiben.

Litauens Staatschefin Dalia Grybauskaite hat Russland beschuldigt, atomwaffenfähige Kurzstreckenraketen in seiner Exklave Kaliningrad an der Grenze zu Litauen und Polen zu stationieren. Die Präsidentin sagte Reportern am Montag, diesmal plane Moskau, die Iskander-Raketen ständig in Kaliningrad zu lassen.

2016 hatte Russland die mit Atomsprengköpfen bestückbaren Raketen Medienberichten zufolge zu Übungszwecken in der Exklave aufgestellt. Grybauskaite zufolge bedroht die ständige Stationierung der Iskander-Raketen die „Hälfte“ der europäischen Hauptstädte.

Im vergangenen Jahr hatte die Nato in Polen und seinen drei baltischen Mitgliedstaaten Estland, Lettland und Litauen vier multinationale Bataillone stationiert. Das Bataillon in Litauen wird von der Bundeswehr geführt.

Die USA schickten für ein Nato-Manöver Patriot-Raketen nach Litauen. Außerdem ist Washington dabei, ein Raketenabwehr-System Patriot an den Nato-Partner Polen zu verkaufen. Im Juli hatte US-Vizepräsident Mike Pence angedeutet, dass auch Estland Patriot-Raketen bekommen könnte.

Die Aufrüstung im Baltikum und in Polen, ehemals Einflussgebiet der Sowjetunion, sorgt wiederum in Moskau für Irritationen. Das Patriot-Raketensystem bietet Schutz vor angreifenden Flugkörpern. Die bodengestützten Batterien sind mobil, die Abschussrampen können auf Lkws montiert werden. Mit den Lenkwaffen können Flugzeuge, Raketen und Marschflugkörper in der Luft zerstört werden. (afp)

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