Italien: Gefangene nutzen Mittagessen mit Papst zur Flucht

Am 1. Oktober waren 20 Gefangene zu einem Mittagessen mit dem Papst eingeladen. 18 von ihnen kehrten wieder ins Gefängnis zurück – von zwei Gefangenen fehlt seitdem jede Spur.

Eine Einladung zu einem Mittagessen mit dem Papst haben zwei Strafgefangene in Italien zur Flucht genutzt. Italienische Medien berichteten am Mittwoch über den Vorfall vom 1. Oktober – demnach fehlt von den beiden Neapolitanern seither jede Spur.

Die Männer gehörten den Berichten zufolge zu einer Gruppe von rund 20 Gefangenen, die während eines Besuchs von Papst Franziskus in Bologna zu einem Mittagessen mit dem Pontifex eingeladen waren. Sie waren demnach Insassen einer nahe Modena gelegenen Gefängnis-Einrichtung, in der Straftäter auf ihre Wiedereingliederung in die Gesellschaft vorbereitet werden.

Unterschiedlich waren die Berichte hinsichtlich der Frage, ob die Gefangenen das Mittagessen mit dem katholischen Kirchenoberhaupt vor ihrer Flucht noch einnahmen oder ob sie ihren Aufpassern sofort entwischten. Papst Franziskus liegt das Schicksal von Strafgefangenen am Herzen. Er trifft sich in Italien und anderen Ländern regelmäßig mit Häftlingen. (afp)