Egypt Air MS804: Leichenteile deuten auf Explosion an Bord hin

Neue Erkenntnis nach Absturz der Egyptair-Maschine: Gefundene Leichenteile deuten auf eine Explosion an Bord hin. Es soll auch Rauch vor dem Absturz gegeben haben.

+++ Live-Ticker +++

+++ 23.05.2016 +++

Wie ägyptische Forensiker mitteilen, deuten gefundene Leichenteile auf eine Explosion an Bord hin. Die Absturz-Ursache von Flug MS804 ist auch Tage nach dem Unglück noch unklar. 

Die Nachrichtenagentur "AP" twitterte die Nachricht. Der Focus berichtete.

Die Flugschreiber der über dem Mittelmeer abgestürzten Egyptair-Maschine sind derweil nach wie vor verschollen. Die Suche nach den zwei Blackboxes sei sehr schwierig, hieß es am Montag aus Kreisen der Untersuchungskommission zum Absturz in Kairo. Das Suchgebiet sei mehr als 74 Quadratkilometer groß und an manchen Stellen bis zu 3000 Meter tief.

Die Passagiermaschine der Fluggesellschaft EgyptAir war über dem Mittelmeer mit 66 Menschen an Bord abgestürzt. Sie war unterwegs von Paris nach Kairo, als plötzlich der Kontakt abriss. Kurz vor dem Absturz gab es Rauch an Bord.

+++ 21.05.2016 +++

14:53 Ägypten zeigt Bilder von Trümmern der Egyptair-Maschine. Das ägyptische Militär hat erste Aufnahmen von Trümmern der abgestürzten Egyptair-Maschine veröffentlicht. Die Fotos zeigen Wrackteile des Flugzeugs, Sitze und Schwimmwesten sowie persönliche Gegenstände. Gestern hatte das Militär die ersten Trümmerteile sowie Opfer rund 290 Kilometer vor der ägyptischen Küste geortet. Der Flug MS804 war in der Nacht zum Donnerstag mit 66 Menschen an Bord auf dem Weg von Paris nach Kairo über dem Mittelmeer abgestürzt. Die französische Luftfahrbehörde bestätigte, dass kurz vor dem Unglück Rauchalarm an Bord gab. Die Unglücksursache ist noch unklar. 

6:55 Es hat Rauch an Bord gegeben. Neue Erkenntnisse zur Tragödie um den Egyptair-Flug MS804: Vor dem Absturz des Airbus A320 soll es Rauch an Bord der Maschine gegeben haben. Die Bordelektronik habe Rauch registriert, also habe es wohl auch gebrannt, sagte der Luftverkehrsexperte Tim van Beveren der Deutschen Welle. Demnach wurde zunächst Rauch aus einer Bordtoilette gemeldet, schon eine Minute später habe das Feuer dann auf die Bordelektronik übergegriffen. Auch CNN berichtete über Hinweise auf Rauch an Bord. Die Liniemaschine war am Donnerstagmorgen mit 66 Menschen an Bord auf dem Weg von Paris nach Kairo abgestürzt.

+++ 20.05.2016 +++

13:35 Ein Körperteil, sowie Wrackteile und persönliche Gegenstände des ins Mittelmeer gefallenen EgyptAir Flugzeuges sind von Rettungsmannschaften gefunden worden. "Der Krisenstab Ägyptens hat uns über die Bergung eines Körperteils, eines oder zweier Sitze und einiger Kofferteile informiert", so der griechische Verteidigungsminister Panos Kammenos im griechischen Fernsehen (ERT) heute.

11:00 Das ägyptische Militär hat nach eigenen Angaben Wrackteile der vermissten Egyptair-Maschine gefunden. Die Teile seien rund 290 Kilometer vor der Küstenstadt Alexandria geortet worden, teilte ein Militärsprecher am Freitag auf Facebook mit.

7:30 Pentagon hat keine Anzeichen für Explosion. Nach dem Absturz der Egyptair-Maschine hat das US-Verteidigungsministerium derzeit keine Hinweise auf eine Explosion an Bord des Flugzeuges. Es gebe zu diesem Zeitpunkt keine Erkenntnisse, die darauf hindeuteten, sagte eine Vertreterin des Pentagons auf Anfrage. Es sei aber noch zu früh, um eine Ursache für den Absturz auszuschließen, fügte sie hinzu.

7:10 Neue Suche angelaufen. Die Suche nach dem im Mittelmeer abgestürzten Egyptair-Flugzeug ist erneut angelaufen. Mit dem ersten Tageslicht starteten griechische Flugzeuge in Kreta und suchten im Meer rund 200 Seemeilen südlich der Insel Karpathos und rund 100 Seemeilen vor der ägyptischen Küste. Auch eine griechische Fregatte nehme an der Aktion teil, berichtete das griechische Staatsradio.

Gestern hatten die ägyptischen Behörden immer wieder für Verwirrung gesorgt, als sie meldeten, Wrackteile seien gefunden worden. Dies dementierten Kreise des griechischen Verteidigungsministeriums vehement.

6:40 Doch keine Wrackteile gefunden, hieß es noch in der Nacht. Die ägyptische Fluggesellschaft korrigierte ihre eigenen Angaben, wonach bereits erste Trümmerteile oder sogar das Wrack selbst gefunden worden seien. Nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums gibt es derzeit keine Hinweise auf eine Explosion an Bord des Flugzeuges.

Es sei aber noch zu früh, um eine Ursache für den Absturz auszuschließen. Damit bleibt weiter unklar, worauf die Tragödie zurückzuführen ist.Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi hat eine "intensivierte" Suche angeordnet, um das Flugzeugwrack zu finden. Alle betroffenen Behörden müssten ihre Suche verstärken, darunter das Ministerium für zivile Luftfahrt, die Marine und die Luftwaffe, hieß es in einer Mitteilung der Präsidentschaft am Donnerstagabend in Kairo.

+++ 19.05.2016 +++

22:00 Wrackteile von MS804 nahe Griechenland gefunden. Der Egyptair-Flug MS804 von Paris nach Kairo ist mit 66 Menschen an Bord über dem Mittelmeer abgestürzt und zerschellt. Wrackteile des Airbus A320 seien im Meer bei der griechischen Insel Karpathos geortet worden, teilte die Fluggesellschaft per Twitter mit. Aus dem griechischen Verteidigungsministerium hieß es dagegen, das Gebiet, in dem die Wrackteile gefunden wurden, sei rund 200 Seemeilen südöstlich von Karpathos, also rund 70 Seemeilen vor der ägyptischen Küste. Von Überlebenden wurde nichts bekannt. Deutsche waren nicht an Bord.

Frankreichs Präsident François Hollande sprach von der Möglichkeit eines Unfalls oder eines terroristischen Hintergrunds – keine Schlussfolgerung sei auszuschließen.

Ägyptens Regierung hielt einen Terroranschlag für plausibler als ein Unglück. Die Umstände wiesen darauf hin, dass die Wahrscheinlichkeit eines Anschlags wesentlich höher sei als ein technischer Fehler, sagte Luftfahrtminister Scherif Fathi am Nachmittag.

In den vergangenen Monaten hat es bereits mehrere Zwischenfälle mit Flugzeugen aus Ägypten gegeben. Ende März hatte ein Mann mit einer Bombenattrappe eine Egyptair-Maschine nach Zypern entführt. Ende Oktober war ein russischer Ferienflieger über der Sinai-Halbinsel abgestürzt, nachdem an Bord eine Bombe explodiert war. Zu der Tat, bei der 224 Menschen starben, bekannte sich die Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

An der Suche nach dem A320 im Mittelmeer beteiligten sich Schiffe und Flugzeuge aus Frankreich, Griechenland und Ägypten, auch ein Containerschiff der Hamburger Reederei Hapag-Lloyd nahm teil. Das östliche Mittelmeer ist bis zu 4500 Meter tief. Von den Flugschreibern, die Aufschluss über die Absturzursache geben könnten, gab es zunächst keine Spur.

Der betroffene Airbus war vor dem Unglücksflug nach Tunesien und Eritrea geflogen. Wie relativ leicht auf manchen Flughäfen eine Bombe an Bord zu bringen ist, zeigte ein Anschlag auf eine Maschine von Daallo Airlines. Die Bombe an Bord des Airbus A321 war am 2. Februar kurz nach dem Start in der somalischen Hauptstadt Mogadischu explodiert.

Dabei wurde ein Loch in die Außenhülle des Flugzeugs gerissen, durch das der Attentäter nach außen geschleudert wurde. Der Pilot konnte das Flugzeug notlanden. Alle außer dem Attentäter überlebten. Wäre die Bombe erst nach Erreichen der Reiseflughöhe gezündet worden, wäre eine Katastrophe Experten zufolge wohl unausweichlich gewesen. Knapp zwei Wochen später bekannte sich die islamistische Terrormiliz Al-Shabaab zu der Tat. 

18:00 Anschlag bei abgestürzten Flug MS804 befürchtet. „Die Situation kann darauf hindeuten, dass die Wahrscheinlichkeit auf ein Machwerk von Terroristen wesentlich höher ist, als dass ein technischer Fehler an dem Flugzeug auftrat“, drückte Ägyptens Luftfahrtminister Scherif Fathi etwas umständlich aus, was viele befürchten: einen weiteren Anschlag auf die westliche Welt, einen weiteren Anschlag auf ein Flugzeug, nachdem bereits Ende Oktober 224 Insassen eines russischen Ferienfliegers über der ägyptischen Sinai-Halbinsel abgestürzt waren.

Doch obwohl erste mutmaßliche Wrackteile nach Angaben des griechischen Staatsfernsehens von Suchmannschaften gefunden wurden, ist nichts endgültig sicher. Auch ob es Überlebende gibt, blieb zunächst unklar.

15:00 Nach Egyptair-MS804-Absturz: Russischer Geheimdienstchef spricht von Terrorakt. Der Chef des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB geht nach dem Verschwinden einer Egyptair-Maschine auf dem Flug von Paris nach Kairo von einem Anschlag aus. „Allem Anschein nach ist es ein Terrorakt, bei dem 66 Bürger verschiedener Staaten umgekommen sind“, sagte Alexander Bortnikow der Agentur Interfax zufolge. Details nannte er nicht. „Wir rufen alle auf, einschließlich der Partner aus Europa, gemeinsam jene Personen aufzuspüren, die an diesem terroristischen Akt beteiligt sind“, sagte Bortnikow bei einem Besuch in der weißrussischen Hauptstadt Minsk.

13.30 Kurz vor ihrem Verschwinden soll die EgyptAir-Maschine um Tausende Meter gefallen sein. Dies berichtete die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf den griechischen Verteidigungsminister, Panos Kammenos. "Das Flugzeug drehte sich um 90 Grad nach links und legte dann eine Rechtsdrehung um 360 Grad hin, fiel dabei von einer Höhe von 11.500 Meter runter auf 4500 Meter. Dann verschwand es bei einer Höhe von 3000 Meter."

13:05 Frankreichs Präsident Hollande bestätigte Absturz auf Pressekonferenz: "Dieses Flugzeug ist abgestürzt und verschwunden." Der Kapitän eines griechischen Schiffes berichtete von einem Feuerball am Himmel. 

12:55 Krisenstäbe wurden in Paris und Kairo eingerichtet, Spezialeinheiten der ägyptischen Armee begannen mit einer Such- und Rettungsaktion unter Beteiligung von Schiffen und Flugzeugen im mutmaßlichen Absturzgebiet im Mittelmeer. Kairo richtete außerdem ein Krisenzentrum für die Angehörigen ein. 

11:00 Mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit soll ein Anschlag stattgefunden haben, so der frühere Direktor der französischen Untersuchungsbehörde BEA, Jean-Paul Troadec. Es sei wohl zu einem "gewaltvollen Ereignis" – vermutlich einer Explosion – an Bord der Maschine gekommen, denn die Crew hätte bei einem technischen Problem an Bord oder einem Feuer genug Zeit gehabt zu reagieren und einen Notruf abzusetzen, wie die britische Zeitung Sun unter Berufung auf französische Medien berichtet. 

10:43 Das Flugwetter war zum Zeitpunkt des Absturzes gut. Es gab keine Gewitter oder Stürme, so Institut für Klimakommunikation in Hamburg gegenüber Focus.

10:30 Ob die Maschine ein Notsignal abgab oder nicht ist noch völlig ungeklärt. So behauptet EgyptAir ein solches automatisches Signal sei abgegeben worden und wurde um 4:26 Uhr vom ägyptischen Militär empfangen. Dies allerdings wird vom ägyptischen Militär in einer Mitteilung auf der Facebookseite des Armeesprechers abgestritten.

10:00 Es könne sich sowohl um technisches Versagen wie auch einen Terroranschlag gehandelt haben. Die Absturzursache sei noch völlig unklar, sei aus Kreisen des Luftfahrministeriums zu hören. 

9:48 Die Maschine von EgyptAir ist vor der griechischen Insel Karpathos, hieß es heute aus Kreisen der Zivilluftfahrt.

"Als sie zunächst die Insel Kea (nahe Athen) überflogen, haben sie sich normal gemeldet und keine Probleme erwähnt", so Konstantinos Lintzarakis am Donnerstag dem griechischen Nachrichtensender Skai.

Demnach sei die Maschine normal weiter im griechischen Luftraum nach Ägypten geflogen. Es erfolgte anschließend aber keine Meldung der Piloten – wie sonst üblich – beim Verlassen des griechischen Flug-Kontrollraums südlich der griechischen Insel Karpathos und südöstlich der Insel Kreta. Darauf verschwand das Flugzeug von den Radarschirmen.

9:06 Focus berichtet unter Berufung auf Reporter vor Ort, dass Augenzeugen von einem Feuerball am Himmel sprachen.

9:02 DPA meldet: Das vermisste ägyptische Passagierflugzeug ist abgestürzt. Dies hätten erste Suchergebnisse ergeben, erfuhr die Agentur aus Kreisen des Luftfahrministeriums in Kairo. Die Absturzursache sei noch völlig unklar.

8:56  Maschine setzte doch Notruf ab: Entgegen zuvor verlauteten Informationen soll MS804 ein Notruf-Signal abgesetzt haben, berichtet Bild. Und zwar um 4.26 Uhr (MESZ). Das meldet Al Arabiya unter Berufung auf die ägyptische Luftfahrtbehörde. Details sind nicht bekannt.

8:46   An Bord waren ein Kind und zwei Babys berichtet die FAZ. Insgesamt seien 56 Passagiere, sieben Crew-Mitglieder und drei Sicherheitskräfte mit der Maschine unterwegs gewesen. Das Flugzeug ist laut der Airline 13 Jahre alt.

8:38  Erfahrener Pilot, kein Notruf: Der Pilot hatte laut EgyptAir bereits 6275 Flugstunden Erfahrung, davon 2101 in einem Airbus A320. Der Kopilot habe 2766 Stunden Flugerfahrung. Zehn Minuten bevor die Maschine vom Radar verschwand, habe es den letzten Kontakt gegeben. "Der Pilot hat keine Probleme erwähnt", sagte Konstantinos Lintzarakis, Chef der griechischen Behörde für Zivilluftfahrt, laut Spiegel Online. Der Pilot hatte keinen Notruf abgegeben, berichtete Ägyptens staatliche Zeitung "Al-Ahram".

8:25  Vermutlich abgestürzt: Schon vor einer Stunde sagte Ihab Raslan, Sprecher der ägyptischen Luftfahrtbehörde gegenüber "Sky News", die Maschine sei wahrscheinlich über dem Mittelmeer abgestürzt. Ägyptische Rettungskräfte sind derweil am Ort angekommen, an dem die vermisste Passagiermaschine der Fluggesellschaft Egypt Air am Donnerstagmorgen vom Radar verschwunden war, so Focus.

8:20  Eine Liste mit den Nationalitäten der Passagiere wurde getwittert:

Es handelt sich um 30 Ägypter, 15 Franzosen und 11 weitere.

Stand 8:12    Eine Passagiermaschine der Fluggesellschaft Egypt Air wird vermisst. Die Maschine mit 69 Menschen an Bord war auf dem Flug von Paris nach Kairo, teilte Egypt Air am Morgen im Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Der Airbus A320 mit der Flugnummer MS804 sei am späten Mittwochabend in Paris gestartet. An Bord seien 59 Passagiere und 10 Besatzungsmitglieder gewesen, berichtete die Airline. Einzelheiten waren zunächst nicht bekannt.

Die vermisste Maschine gab offenbar keinen Notruf vor ihrem Verschwinden ab, wie der "CNN" unter Berufung auf Ahmed Adel, Vize-Präsident der Airline, berichtet. "Die Maschine verlor einfach den Kontakt und ist vom Radar der Fluglotsen verschwunden", so Adel.

Angaben aus Kairoer Behördenkreisen zufolge entsandte die Armee Flugzeuge, um das Gebiet der mutmaßlichen Unfallstelle über dem Mittelmeer abzusuchen. Das Staatsfernsehen berichtete, der Kontakt zur Maschine sei um 2.45 Uhr am Morgen abgerissen. Auf der Internetseite Flightradar24 ist die Flugroute bis zum Abbruch der Kommunikation nachgezeichnet. Diese endet abrupt über dem Mittelmeer zwischen Kreta, Zypern und dem ägyptischen Festland.

Der Fluggesellschaft zufolge habe sich der Airbus zuvor auf einer Höhe von 37 000 Fuß befunden und war gerade erst etwa 16 Kilometer in den ägyptischen Luftraum eingedrungen. Egypt Air habe die betroffenen Behörden und Stellen alarmiert und einen Rettungseinsatz in Gang gesetzt, teilte das Unternehmen auf Twitter mit.

Nach Angaben des zuständigen Ministeriums brach der ägyptische Luftfahrminister Scherif Fathi einen Besuch in Saudi-Arabien ab und machte sich auf den Weg nach Kairo.

In den vergangenen Monaten gab es im Zusammenhang mit Ägypten mehrere aufsehenerregende Vorfällen im Flugverkehr. Erst Ende März entführte ein Mann mit der Attrappe eines Sprengstoffgürtels eine Egypt-Air-Maschine nach Zypern. Niemand wurde verletzt.

Ende Oktober war ein russischer Ferienflieger über der Sinai-Halbinsel abgestürzt, nachdem an Bord eine Bombe explodiert war. Zu der Tat, bei der 224 Menschen getötet wurden, hatte sich die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekannt.