Irans geistlicher Führer: „Feinde“ des Landes für Unruhen verantwortlich

"Die Feinde haben sich vereint und nutzen all ihre Mittel, ihr Geld, ihre Waffen, Politik und Sicherheitsdienste, um dem islamischen Regime Probleme zu bereiten", so Irans geistliches Oberhaupt.

Irans geistliches Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei hat die „Feinde“ des Landes beschuldigt, hinter den derzeitigen Protesten zu stehen.

„Die Feinde haben sich vereint und nutzen all ihre Mittel, ihr Geld, ihre Waffen, Politik und Sicherheitsdienste, um dem islamischen Regime Probleme zu bereiten“, hieß es am Dienstag in einer im Staatsfernsehen veröffentlichten Erklärung Chameneis mit Blick auf „die Ereignisse der vergangenen Tage“.

Chamenei äußerte sich erstmals zu den Protesten, die am Donnerstag in der zweitgrößten iranischen Stadt Maschhad begonnen und sich dann auf das ganze Land ausgebreitet hatten. Sie richteten sich zunächst vor allem gegen die hohe Arbeitslosigkeit und Preissteigerungen. Inzwischen zielt die Kritik gegen die Führung des islamischen Staates. Bislang wurden 21 Menschen getötet, unter ihnen 16 Demonstranten.

Trump bezeichnet Irans Staatsführung als „brutal und korrupt“

US-Präsident Donald Trump bezeichnete die iranische Staatsführung als „brutal und korrupt“. Das iranische Volk gehe nun gegen dieses „Regime“ vor, erklärte der US-Präsident am Dienstag in dem Kurzbotschaftendienst.

Zugleich griff er seinen Amtsvorgänger Barack Obama wegen dessen Iran-Politik an. Dieser habe „dämlicherweise“ Geld an die iranische Führung fließen lassen, das allein in die Terrorfinanzierung oder in die eigenen Taschen gesteckt worden sei.

Seit Beginn der Proteste am vergangenen Donnerstag hatte sich Trump bereits mehrfach zu Wort gemeldet und unter anderem prophezeit, „Unterdrückerstaaten“ könnten nicht für immer Bestand haben. (afp)

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