Isländer wählen Regierung ab

Nach der Wahl am Samstag kommt Benediktssons Unabhängigkeitspartei als stärkste Kraft auf rund 25 Prozent und verliert damit deutlich. Oppositionsführerin Katrin Jakobsdottirs gewinnt als zweitstärkste Partei rund 17 Prozent der Stimmen - ein leichtes Plus für die grün-linke Partei.

Nach der Wahl am Samstag kommt Benediktssons Unabhängigkeitspartei als stärkste Kraft auf rund 25 Prozent und verliert damit deutlich. „Bei Wahlen geht es um eines: um Stimmen. Und wir haben die meisten Stimmen“, rief Benediktsson in der Wahlnacht seiner Partei zu. Um Regierungschef zu bleiben, könnten ihm jedoch die Koalitionspartner fehlen, nachdem das Mitte-Rechts-Bündnis im September in einem Skandal um einen Sexualverbrecher platzte.

Oppositionsführerin Katrin Jakobsdottirs gewinnt als zweitstärkste Partei (links-grün) rund 17 Prozent der Stimmen – ein leichtes Plus. Für das zuvor hoch gehandelte linke Dreierbündnis mit Sozialdemokraten und Piratenpartei reicht es aber nicht.

Zwar legen die Sozialdemokraten wieder deutlich zu, die Piraten jedoch büßen nach dem Hype bei der letzten Wahl Stimmen ein. „Ich hoffe“, sagte die 41-jährige Oppositionsführerin dennoch, „dass wir die nächste Regierung anführen werden und diese Gesellschaft besser für die Menschen machen.“

Die „Bright Future“Partei schaffte es nicht über die Fünf-Prozent-Hürde und wird damit künftig nicht mehr im Parlament sitzen.

Zu den Gewinnern zählt dagegen die erst kurz vor der Wahl von Ex-Regierungschef Gunnlaugsson gegründete Zentrumspartei. Sie kam aus dem Stand auf mehr als 10 Prozent und könnte ein Partner für Jakobsdottirs linkes und grünes Bündnis sein. (dpa)

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