Putin kontert: USA inszenieren Dopingskandal zur Beeinflussung der Präsidentschaftswahl

Der russische Präsident Wladimir Putin kontert den Vorwürfen aus den USA. Er wirft Amerika die Inszenierung des andauernden Dopingskandals vor, um die Präsidentschaftswahlen in Russland zu beeinflussen.

Der russische Präsident Wladimir Putin hat den USA die Inszenierung des andauernden Dopingskandals vorgeworfen, um die Präsidentschaftswahlen in Russland zu beeinflussen.

In Reaktion auf Russlands angebliche Einmischung in die US-Präsidentschaftswahl wollten die USA nun bei der russischen Wahl für „Probleme“ sorgen, erklärte Putin am Donnerstag in Scheljabinsk.

„Das ist es, was mir Sorgen macht: Die Olympischen Spiele beginnen im Februar. Und wann sind unsere Präsidentschaftswahlen? Im März“, sagte Putin während eines Fabrikbesuchs in der Uralstadt weiter. Mit Blick auf die Vorwürfe eines staatlich unterstützten Dopings hob er hervor, er hege den „starken Verdacht“, dass all dies einigen Leuten nützen solle.

Putin reagierte mit seiner Erklärung auf vier weitere lebenslange Sperren russischer Sportler wegen Dopingvorwürfen, die ein russischer Skiverband zuvor bekannt gegeben hatte. Allen vier Sportlern wurden ihre in Sotschi gewonnen Medaillen aberkannt.

Nach den Olympischen Winterspielen in Sotschi waren 2014 schwerwiegende Dopingvorwürfe gegen russische Sportler erhoben worden. Die internationale Anti-Doping-Agentur hatte Russland damals ein ausgefeiltes staatliches Dopingsystem zwischen 2011 und 2014 vorgeworfen. „Russland hat nie ein staatliches Dopingsystem gehabt und wird es hoffentlich niemals haben“, sagte Putin am Donnerstag zu den Vorwürfen.

Bislang hat sich Putin noch nicht dazu geäußert, ob er zu der Präsidentschaftswahl im März nächsten Jahres antreten wird. Experten halten es allerdings für äußerst unwahrscheinlich, dass der amtierende Präsident freiwillig aus dem Rennen ausscheidet. (afp)

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