Teezeremonie, Pekingoper, Staatsbankett: Ehepaar Trump ist in China prunkvoll empfangen worden

Teezeremonie, Pekingoper, Staatsbankett. Donald Trump und Ehefrau Melania sind in China prunkvoll empfangen worden. Die Handelsminister beider Länder schlossen zugleich einen neun-Milliarden-Dollar-Deal ab - "zur Aufwärmung".

Im Rahmen seiner Asienreise ist US-Präsident Donald Trump am Mittwoch zu einem Staatsbesuch in der Volksrepublik China eingetroffen. Bei seinen Gesprächen mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping soll es unter anderem um die Nordkorea-Krise und um Handelsfragen gehen.

Trump, der mit Ehefrau Melania reist, wurde in Peking von Xi Jinping und seiner Ehefrau Peng Liyuan prunkvoll empfangen. Mit dem amerikanischen Präsidenten reiste zudem eine große Wirtschaftsdelegation unter Führung von US-Handelsminister Wilbur Ross.

Neun Milliarden Dollar zur Aufwärmung

Gleich zu Beginn des Besuchs haben die Wirtschaftsvertreter beider Seiten 19 Kooperationsvereinbarungen über neun Milliarden Dollar unterschrieben. Sie bekräftigten damit eine zukünftige Zusammenarbeit in Bereichen wie der Raumfahrt, Bio-Technologie, Künstliche Intelligenz, Manufakturen und andere.

Der chinesische Wirtschaftsvertreter und Vize-Ministerpräsident Wang Yang erklärte dazu, dass am heutigen Tage nur eine „Aufwärmung“ stattgefunden habe. Der „echte Deal“ käme erst morgen.

Wang war erst kürzlich innerhalb des 19. Parteitages der KP Chinas in das höchste Machtorgan der Volksrepublik, dem 7-köpfigen ständigen Ausschuss des Politbüros, aufgestiegen.

Während die Wirtschaftsdelegation in der Volkskongresshalle schon eifrig verhandelte, wurden Trump und Ehefrau Melania im Kaiserpalast unter höchster Ehrerbietung von Xi Jinping und seiner Ehefrau empfangen und zum Nachmittagstee eingeladen. Trump soll seinem Gastgeber dabei ein Video gezeigt haben, wie seine Enkeltochter chinesische Gedichte vorträgt.

Xi bedankte sich zugleich für Trumps Gastfreundschaft im April diesen Jahres, als dieser den chinesischen Staatsmann in seine Privatvilla nach Florida einlud.

Pekingoper und Staatsbankett

Inzwischen dürften sich die Staatsoberhäupter auf einem Staatsbankett befinden – in geheimen Räumen des Kaiserpalastes innerhalb der Verbotenen Stadt. Zuvor stand der Besuch einer Pekingoper auf dem Programm – ebenfalls in den Räumlichkeiten des Kaiserpalastes.

Auch Ex-Präsident Barack Obama wurde 2014 zu einem Staatsbankett eingeladen, die Wahl der Räumlichkeiten lässt allerdings darauf schließen, dass Trump eine noch höhere Ehre in China zu teil wird als seinem Vorgänger.

Im Vorfeld war man gespannt, ob Trump seiner Gewohnheit des Twitterns auch in China noch nachgehen könne. Für normale Bürger ist diese Internet-Plattform in China gesperrt.

Nach Angaben der amerikanischen Delegation wird Trump aber offenbar nicht von der chinesischen Internetzensur beeinträchtigt. Er könne seine Kommunikation über Twitter uneingeschränkt fortsetzen, heißt es.

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