Türkei sieht nach Luftangriffen in Syrien keinen Bruch im Verhältnis zu Russland

Die Türkei hat ihre guten Beziehungen zu Russland bekräftigt und einem möglichen Bruch in dem Verhältnis beider Staaten widersprochen. "Wir haben starke Beziehungen zu Russland", sagte Außenminister Mevlut Cavusoglu.

Die Türkei hat den französischen Präsidenten Emmanuel Macron vor dem Versuch gewarnt, einen Keil in ihre engen Beziehungen zu Russland zu treiben.

Die Türkei und Russland seien zwar manchmal „unterschiedlicher Ansicht“, sagte Außenminister Mevlüt Cavusoglu bei einer Pressekonferenz mit NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Montag in Ankara.

Unsere Beziehungen sind aber nicht dermaßen schwach, dass der französische Präsident sie brechen könnte.“

Das Verhältnis zu Moskau sei vielmehr „stark“.

Frankreichs Präsident Macron hatte am Sonntagabend in einem Fernsehinterview mit Blick auf die Luftangriffe in Syrien gesagt: „Wir haben Russland und die Türken bei diesem Thema auseinander gebracht.“

Kreml: Luftangriffe haben Moskau und Ankara nicht gespalten

Russland und die Türkei stehen in Syrien auf unterschiedlichen Seiten: Russland ist einer der wichtigsten Verbündeten des syrischen Staatschefs Baschir al-Assad. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte am Samstag die Luftangriffe britischer, französischer und US-Militärs hingegen begrüßt.

Auch der Kreml versicherte am Montag, die Angriffe hätten Moskau und Ankara nicht gespalten. Es sei kein Geheimnis, dass beide Länder in vielen Dingen unterschiedlicher Meinung seien, erklärte Kremlsprecher Dmitri Peskow. Dennoch blieben beide Seiten weiter im Gespräch.

Cavusoglu: Beziehungen zu Russland sind „keine Alternative“ zur NATO

Cavusoglu versicherte, die Beziehungen seines Landes zu Russland seien „keine Alternative“ zur NATO. NATO-Chef Stoltenberg, der am Nachmittag noch mit Präsident Erdogan zusammentreffen sollte, lobte die Türkei für ihren Einsatz innerhalb des Militärbündnisses.

„Die Türkei tut wirklich viel für unsere Allianz, trotz aller ernsten Bedrohungen, denen sie gegenübersteht“, sagte Stoltenberg in Ankara. Die Türkei leide am meisten von allen Bündnispartnern unter den Unruhen in der Region, fügte Stoltenberg hinzu. (afp)

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