Schlimmer als erwartet: Stärkste Ostsee-Sturmflut seit 2006 – Lage entspannt sich

An den Ostseeküsten wütete ein schweres Unwetter: Es habe sich um die stärkste Sturmflut seit zehn Jahren gehandelt, teilte das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in Hamburg in der Nacht mit.

Das Hochwasser an den norddeutschen Ostseeküsten ist stärker ausgefallen als erwartet. Es habe sich um die stärkste Sturmflut seit zehn Jahren gehandelt, teilte das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in Hamburg in der Nacht mit. Betroffen waren am Mittwochabend unter anderem Kiel, Lübeck, Rostock, Warnemünde, Flensburg, Eckernförde, Wismar und Usedom.

Vielerorts liefen Keller voll. Gegen Mitternacht war zwar der Höhepunkt der Flut an vielen Orten erreicht, die Wasserstände blieben aber vorerst noch auf hohem Niveau und wurden für Donnerstagmorgen immer noch bei 100 bis 130 Zentimeter über mittlerem Wasserstand erwartet. Auch an der deutschen Nordseeküste wurde für Donnerstag das Morgen-Hochwasser 30 bis 50 Zentimeter höher als das mittlere Hochwasser erwartet.

Nach der Sturmflut an der Ostküste hat sich die Situation in den betroffenen Gebieten Schleswig-Holsteins und Mecklenburg-Vorpommerns am Donnerstagmorgen allmählich entspannt. „Die Pegel fallen derzeit wieder, die Lage normalisiert sich langsam“, teilte die Polizei in Lübeck mit. Die Feuerwehr der Hansestadt erklärte, der Pegel liege noch bei rund 1,30 Meter über dem mittleren Wasserstand. Einige Gebiete seien weiter überflutet.

Im Osten war die Insel Usedom besonders von der Flut betroffen. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie erwartete bis zum Mittag an der gesamten Küste noch Wasserstände von bis 1,20 Meter über den mittleren Wasserstand. Bis Freitag sollen die Pegel demnach weiter fallen. Teils hatten die Stände über 1,50 gelegen, was für die Ostseeküste einer schweren Sturmflut entspricht.

Der Deutsche Wetterdienst sagte für die Küste zunächst weiterhin noch stürmische Böen voraus.  (dts/afp)

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