Vermögensverwalter spricht von „Crash“: US-Börsenabsturz greift auf Europa über

Der Einbruch an den US-Aktienmärkten dürfte heute für heftige Verluste auch an den europäischen Börsen sorgen. "Bisher war es eine normale Korrektur. Das, was heute passiert, darf aber als Crash bezeichnet werden", so Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners.

Der Einbruch an den US-Aktienmärkten dürfte heute für heftige Verluste auch an den europäischen Börsen sorgen. Beim Dax deutete am Morgen vieles auf einen Kampf des Dax mit der Marke von 12 000 Punkte hin.

Der Broker IG sah den deutschen Leitindex zunächst mit 12 015 Punkten um 5,30 Prozent unter dem Handelsschluss vom Montag. Damit wären sämtliche Kursgewinne seit August des vergangenen Jahres aufgezehrt.

„Bisher war es eine normale Korrektur. Das, was heute passiert, darf aber als Crash bezeichnet werden“, sagte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Viele Anleger seien in regelrechte Panik verfallen. „Das ist eine Flucht aus Aktien.“ Nur wenige Investoren hätten „freiwillig“ verkauft, die meisten seien durch den rasanten Kursverfall regelrecht dazu gezwungen worden.

Die Ausverkaufsstimmung schwappte aus den Vereinigten Staaten herüber – dort hatten sich die Investoren wegen der Furcht vor schnell steigenden Zinsen bereits am Freitag stark aus dem Aktienmarkt zurückgezogen. Dies setzte sich am Montag vor allem in den letzten beiden Handelsstunden mit hohem Tempo fort.

Zum Wochenauftakt gab der Dow Jones 4,60 Prozent auf 24 345,75 Punkte nach. An den asiatischen Börsen ging es ebenfalls teilweise steil bergab, besonders in Japan: Der Leitindex Nikkei 225 verlor bis zum Handelsschluss fast 5 Prozent. (dpa)

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