Deutsche Finanzaufsicht warnt Anleger: Totalverlust bei Bitcoin-Spekulation möglich

Angesichts der Schwankungen beim Kurs der Bitcoins hat der oberste Finanzaufseher die privaten Anleger eindringlich vor solchen Investitionen gewarnt. "Es handelt sich um höchst spekulative Vorgänge mit der Möglichkeit des Totalverlustes", sagte Bafin-Chef Hufeld.

Angesichts der Schwankungen beim Kurs der Bitcoins hat der oberste deutsche Finanzaufseher die privaten Anleger eindringlich vor solchen Investitionen gewarnt.

„Es handelt sich um höchst spekulative Vorgänge mit der Möglichkeit des Totalverlustes“, sagte der Chef der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Felix Hufeld, der „Bild“ (Samstagsausgabe).

Im Zuge des Bitcoin-Booms werde es „Exzesse geben, die bittere Verlierer produzieren“, warnte Hufeld. Deshalb müsse jeder Bitcoin-Anleger mit „höchster Vorsicht“ vorgehen und wissen, „dass er im schlimmsten Fall sein ganzes Geld verlieren kann“.

Hufeld stellte Regulierungen in Aussicht: Seine Aufsichtsbehörde müsse „da eng am Ball bleiben“, sagte er. „Wir sind alle dabei, dieses Gebiet erst zu verstehen und Know-How aufzubauen“, was eine „große Lernaufgabe“ sei.

Das extreme Auf und Ab des Bitcoin hatte sich am Freitag fortgesetzt. Der Kurs der Kryptowährung rutschte im asiatischen Handel kurzzeitig um mehr als 16 Prozent auf knapp über 13.000 Dollar (10.950 Euro). Noch Anfang der Woche hatte der Kurs fast 20.000 Dollar erreicht.

Der Bitcoin war 2009 auch als Antwort auf die Finanzkrise erfunden worden, um eine von Staaten, Zentralbanken und anderen Finanzinstituten unabhängige Währung zu erschaffen. Befürworter argumentieren, dass Bitcoins vor allem in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit attraktiver werden könnten. Kritiker bezeichnen die Kryptowährung hingegen nicht zuletzt aufgrund der rasanten Kursentwicklung als reines Spekulationsobjekt. (afp)