Zwei Ukrainer in Bayern getötet – Russe tatverdächtig

Im oberbayerischen Murnau sind am Samstag zwei Ukrainer vor einem Einkaufszentrum getötet worden. Gegen einen 57-jährigen Verdächtigen wurde Haftbefehl wegen Mordes erlassen. Der Mann ist russischer Staatsangehöriger.
Ob sich die drei Männer kannten, dazu konnte die Polizei zunächst noch nichts sagen (Symbolfoto).
In Bayern gab es zwei Tote. Ob sich Täter und Opfer kannten, dazu konnte die Polizei zunächst noch nichts sagen.Foto: Hannes P Albert/dpa
Epoch Times28. April 2024

Auf dem Gelände eines Einkaufszentrums in Murnau in Oberbayern sind zwei Männer aus der Ukraine getötet worden. Die Polizei nahm kurz nach der Tat einen Mann fest, der als dringend tatverdächtig gilt. Es handelt sich dabei um einen 57 Jahre alten Russen. Die Hintergründe der Tat sind noch völlig unklar.

Die Ermittlungsrichterin erließ Haftbefehle wegen Mords. Ob sich die drei Männer kannten und ob es einen Streit im Zusammenhang mit dem Angriffskrieg von Russland auf die Ukraine gab, hatte die Polizei zunächst nicht geklärt.

Stichverletzungen führten zum Tod

„Die Ermittlungen laufen, aber wir benötigen noch etwas Zeit“, sagte der Sprecher.

Bei den Opfern handelt es sich nach Polizeiangaben um zwei ukrainische Staatsangehörige im Alter von 23 und 36 Jahren, die beide im Landkreis Garmisch-Partenkirchen wohnten. Sie starben an Stichverletzungen – der ältere der beiden direkt am Tatort, der jüngere kurze Zeit später in einem Krankenhaus.

Die Tat ereignete sich demnach am Samstagnachmittag gegen 17:15 Uhr vor einem Lebensmittelgeschäft, wie der Sprecher sagte. Der mutmaßliche Täter floh, wurde laut Polizei aber schnell gefasst.

Die Kriminalpolizei nahm Ermittlungen wegen des Verdachts des zweifachen Mordes auf. „Sollte sich herausstellen, dass der Hintergrund der Auseinandersetzung der völkerrechtswidrige Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine war, wäre dies eine Katastrophe für die Region“, erklärte Freie Wähler-Fraktionschef Florian Streibl am Sonntag.  „Denn es darf nicht sein, dass dieser Konflikt hier bei uns im Oberland ausgetragen wird.“  (dpa/red)



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