Hongkong-Angst-Statement: „NO #SUICIDE“ – Wenn jeder Tag dein letzter sein kann – Mysteriöse „Selbstmorde“

Von 20. November 2019 Aktualisiert: 25. November 2019 8:52
Sie haben Angst, zu verschwinden und nie mehr lebend aufzutauchen ... "Jedes Mal kann es das letzte Mal sein, jede Umarmung, wenn sie sich anschauen, jedes Mal, wenn sie ihre Hände halten, jeder Kuss ... ", heißt es in einem Tweet.

„Mein Name ist XXX und ich wohne in Nr. 20 auf dem 20. Stock.“

Der Mann, der die Verhaftung der jungen Frau in einem Hongkonger Wohnhaus filmte, gab ihr einen Tipp: „Du bist jetzt komplett und ohne jegliche Wunden.“ Sie verstand sofort, drehte sich zur Kamera um und erklärte: „Ich werde keinen Selbstmord begehen!“ Dann wurde sie von der Polizei weggebracht. Noch einmal rief sie: „Ich werde keinen Selbstmord begehen!“ Dann wird sie weggezerrt.

Hongkong-Trend-Statement: „NO #SUICIDE“

Was für westliche Leser merkwürdig erscheint, beinhaltet im Hongkong dieser Tage einen tieferen und auch traurigen Sinn:

#SOSHK — ‚My Name is Li Chun-Hin. I will not commit suicide.#‘

‚NO #SUICIDE has become #HongKong young people’s common statement when #arbitrary arrests come.“

Hongkongs mysteriöse Leichen

Seit Beginn der Demonstrationen in Hongkong ist die Zahl der gemeldeten „Selbstmordfälle“ in der Stadt förmlich explodiert. Seit Mitte Juni wurden bereits mehr als 100 Fälle gemeldet. Das ist für Hongkong ein beispielloser Rekord. Viele der Opfer waren junge Demonstranten.

Am 20. November wurde auf Twitter das Foto einer toten jungen Frau veröffentlicht: „Ich denke die meisten Menschen, die sich selbst umgebracht haben werden nicht ihre Schuhe ausziehen und ihre Hosen auf diese Weise tragen – und noch dazu oben ohne. Allerdings sind in letzter Zeit hunderte solcher verdächtigen Todesfällen (in Bezug auf #HongKongPolice) in #Hongkong aufgetreten. Die Wahrheit muss offenbart werden.“

Am 1. November wurde ein weiteres Foto gepostet. Bald schon glaubten Twitter-User die Leiche erkannt zu haben:

Eine andere junge Demonstrantin „sprang“ nackt und in der Taille in zwei Hälften geschnitten vom Hochhaus. Auch ein 31-jähriger Mann soll vom Hochhaus in den Tod gesprungen sein, wobei er sich im Fallen noch einen Fuß abschnitt. Das Meer vor Hongkong ist voller Leichen. Immer wieder werden Tote auch aus Flüssen gefischt. Jeder Tag kann dein letzter sein …

„Jedes Mal kann es das letzte Mal sein, jede Umarmung, wenn sie sich anschauen, jedes Mal, wenn sie ihre Hände halten, jeder Kuss … “

Im Video: Am 19. September verschwand die 15-jährige Demokratie-Aktivistin und Schülerin eines Jugendgymnasiums. Zuletzt sah man Chan Yin-Lam auf dem Campusgelände lebend. Drei Tage später fand man ihre nackte Leiche im Meer.

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