Wochenendbilanz: Vier Messerattacken in vier Bundesländern – zwei Tote

Am Wochenende kam es in vier Bundesländern zu schweren Messerattacken bei denen zwei Menschen ums Leben kamen.
Titelbild
Kräfte der polizeilichen Spurensicherung an einem Tatort.Foto: iStock
Epoch Times20. September 2020

Wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts am Düsseldorfer Schloßufer unter Einsatz eines Messers wird heute (Sonntag) ein 20-jähriger Mann dem Haftrichter vorgeführt. Dem Tatverdächtigen wird vorgeworfen, in der Nacht zu Samstag einen 19-Jährigen mit einem Messer zunächst lebensgefährlich verletzt zu haben. In der Nacht stabilisierte sich der Zustand des Opfers. In dem Sachverhalt wird jetzt durch das Kriminalkommissariat 11 wegen eines versuchten Tötungsdelikts ermittelt.

Nach den bisherigen Ermittlungen der Kriminalpolizei gerieten die beiden Männer zur Tatzeit am Düsseldorfer Schloßufer in Höhe der Freitreppe in Streit. Im weiteren Verlauf eskalierte die Situation und der Beschuldigte stach auf den 19-Jährigen ein. Er wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Nach Zeugenhinweisen konnte der Beschuldigte durch Polizeikräfte im Nahbereich festgenommen und an die Kriminalpolizei überstellt werden. Heute wird er dem Haftrichter vorgeführt.

Tötungsdelikt an Tankstelle in Wiesmoor (Niedersachsen)

In Wiesmoor hat sich am Sonntagmorgen ein mutmaßliches Tötungsdelikt ereignet. Zwischen zwei Männern aus Wiesmoor kam es nach bisherigem Erkenntnisstand um kurz nach 7 Uhr auf dem Gelände einer Tankstelle an der Hauptstraße zu einer körperlichen Auseinandersetzung. Vor dem Verkaufsraum griff der 22 Jahre alte Beschuldigte das ebenfalls 22 Jahre alte Opfer mit einem Messer an und stach mehrfach auf den Mann ein. Das Opfer erlitt tödliche Verletzungen und verstarb noch vor Ort. Der mutmaßliche Täter war nach der Tat fußläufig geflüchtet, konnte jedoch im Rahmen einer Nahbereichsfahndung angetroffen und vorläufig festgenommen werden. Der 22-Jährige wurde in Gewahrsam genommen. Die weiteren Ermittlungen dauern an.

Frau nach Messerattacke in Rastatt (Baden-Württemberg) verstorben

In Rastatt kam es in den Sonntagmorgenstunden zu einem mutmaßlichen Tötungsdelikt. Es besteht der Verdacht, dass ein 36-jähriger Mann mutmaßlich im Verlauf familiärer Streitigkeiten seine gleichaltrige Ehefrau mit einem Messer attackierte und so schwer verletzte, dass sie starb. Ein zweiter Mann, der sich nach ersten Erkenntnissen zeitgleich in der Wohnung aufgehalten haben soll, wurde ebenfalls schwer verletzt und in das Klinikum Mittelbaden eingeliefert. Der 36 Jahre alte Syrer verließ die Wohnung in der Lützower Straße und konnte, nachdem Mitbewohner gegen 9:25 Uhr die Polizei verständigt hatten, auf Grund eines Zeugenhinweises kurz vor 10 Uhr im Bereich des Bahnhofs in Rastatt angetroffen und von der Polizei vorläufig festgenommen werden. Bereits im Vorfeld kam es zu Unstimmigkeiten zwischen dem Paar. In diesem Zusammenhang wurde am Samstag Anzeige erstattet und durch die eingesetzten Beamten ein Platzverweis gegen den Ehemann ausgesprochen. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Schwerverletzter am Bremer Steintor aufgefunden

Ein 25 Jahre alter Mann wurde in der Nacht zu Samstag im Bremer Steintor bei einem vermutlichen Messerangriff lebensgefährlich verletzt. Die Polizei sucht Zeugen des Tatgeschehens.

Gegen 00.45 Uhr wurde die Polizei ins Steintorviertel zu einem schwer verletzten Mann gerufen. Der 25-Jährige lag im Eingangsbereich eines Geschäftshauses und wies stark blutende Schnitt- und Stichwunden auf. Nach einer notärztlichen Erstversorgung musste er in ein Krankenhaus gebracht werden, wo er notoperiert wurde. Es besteht Lebensgefahr. In Tatortnähe wurde noch in der Nacht ein 32 Jahre alter Tatverdächtiger vorläufig festgenommen.

Die Polizei geht nach derzeitigem Ermittlungsstand von einem versuchten Tötungsdelikt aus. Die Ermittler der Mordkommission suchen Zeugen des Tatgeschehens und fragen: Wer hat verdächtige Beobachtungen zur Tatzeit in der Straße Vor dem Steintor gemacht, wer hat die Tat gesehen? Hinweise nimmt der Kriminaldauerdienst unter der Rufnummer 0421 362-3888 jederzeit entgegen. (ots/er)



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