Wirtschaftskrise durch Lockdown: Autoverkaufsstopp in Shanghai

Von 18. Mai 2022 Aktualisiert: 18. Mai 2022 15:38

Der Lockdown in China scheint kein Ende zu nehmen – und geht an der Wirtschaft nicht spurlos vorbei.

Shanghai meldete im April einen erheblichen Rückgang der Autoverkäufe um 100 Prozent.

Nach Angaben des Shanghaier Automobilhandelsverbandes wurde im vergangenen Monat kein einziges Auto verkauft. Fast alle Autohäuser in der Stadt waren geschlossen. Im Vergleich dazu wurden im April 2021 mehr als 26.000 Autos verkauft. Don Ma von NTD mit den Details.

Die jüngste Auswirkung der Null-COVID-Politik ist der vollständige Stillstand im Bereich Autoverkäufe.

An dieser Stelle wird ein Video von Youtube angezeigt. Bitte akzeptieren Sie mit einem Klick auf den folgenden Button die Marketing-Cookies, um das Video anzusehen.

Die Maßnahme hat zur Schließung von Fabriken geführt, die Produktion verlangsamt und die Lieferketten gestört.

Mehrere Nachrichtenagenturen berichten nun über die Sorge, dass Chinas wirtschaftlicher Abschwung eine weltweite Rezession auslösen könnte.

Ethan Yang, Politologe und Wirtschaftsanalytiker am Amerikanischen Institut für Wirtschaftsforschung (American Institute for Economic Research, AIER), hält diese Befürchtungen für übertrieben.

„Ich glaube nicht, dass China eine so große Rolle spielt, wie die meisten Leute befürchten… Ich glaube nicht, dass eine Rezession in China und nur in China einen Dominoeffekt auslösen kann“, sagt Ethan Yang, Wirtschaftsanalyst am AIER.

Yang zufolge sei China nur ein Teil des Puzzles. Andere Faktoren müssten ebenfalls berücksichtigt werden, wenn man von einer globalen Rezession spricht.

„Die Menschen sind nicht nur um Chinas Wirtschaft besorgt, sondern auch wegen der steigenden Zinsen in den USA und dem Krieg in Europa. Die meisten Menschen sorgen sich, dass die drei Faktoren – China, Europa und die USA –, die jeweils voneinander unabhängige Ursachen haben, zur globalen Rezession führen“, so Ethan Yang.

Anders gelagert wäre es, wenn China seine Lockdowns von Shanghai auf das ganze Land ausdehnen würde. Sollte Peking diesen Weg einschlagen, könnte das eine globale Rezession auslösen.

„Wenn China die Null-COVID-Politik über Monate aufrechterhalten würde und nicht nur in Shanghai und Xi’an, sondern landesweit, könnte es zu einem katastrophalen Zusammenbruch der chinesischen Wirtschaft kommen. Und das könnte zur weltweiten Rezession führen“, sagt Ethan Yang weiter.

Das Schlüsselwort heißt hier jedoch „könnte“, denn selbst wenn es in China zu einer Katastrophe kommt, muss das nicht auf der ganzen Welt sein.

„Ich denke, man muss andere Länder in die Überlegung einbeziehen. Wenn nur China Probleme hat, dann bedeutet das wahrscheinlich ein langsameres Wirtschaftswachstum, aber keine totale Rezession hinsichtlich der Preise und Lieferketten. Im Großen und Ganzen könnte es dem Rest der Welt gut gehen, vorausgesetzt, die beiden anderen Dinge laufen gut“, so Ethan Yang.

Mit den anderen beiden Dingen sind die Inflation in den USA und der Krieg in der Ukraine gemeint. Denn sollten diese behoben beziehungsweise beendet werden, so Yang, wird Chinas Lockdown die weltweite Wirtschaft nicht in eine Rezession stürzen. 



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion