Weihnachtsbaumweitwurf in Weidenthal, Archivfoto 2014.Foto: Thomas Lohnes/Getty Images

Fliegender Dreikampf im Weihnachtsbaumwerfen – „Weltmeister“ beim Knutfest in Weidenthal gekürt

Epoch Times6. Januar 2020 Aktualisiert: 6. Januar 2020 11:37
"Jeder muss seine eigene Technik finden", sagte der 56-jährige Frank Schwender aus Frankeneck. Der erfahrene fünffacher Turniersieger weiß: „Wenn der Baum falsch geworfen wird, bläht er sich auf und fällt schnell.“

Werfen, Stoßen, Schleudern. Bei nasskaltem Wetter wurden die neuen Weltmeister im Weihnachtsbaumwerfen im pfälzischen Weidenthal gekürt.

Am vergangenen Sonntag mussten die Konkurrenten einen Dreikampf absolvieren: Sie warfen etwa 1,50 Meter große Fichten wie einen Speer, schleuderten sie wie einen Leichtathletik-Hammer und bugsierten sie in der Hochsprunganlage über eine Latte.

An die tausend Besucher und über zehn Kamerateams aus Deutschland, Großbritannien und Russland kamen im vergangenen Jahr zum begehrten Knutfest nach Weidethal, meldete „Die Rheinland-Pfalz“.

Ein Spektakel, welches sich spätestens seit dem Weihnachtsbaumwerfen zum Kult entwickelt hat. Bereits im Vorfeld wurde auf Facebook für eine zahlreiche Teilnahme kräftig geworben.

Sieger 2020

Frank Schwendner gewann mit 23,17 Meter vor Clemens Hötger aus Kaiserslautern mit 22.49 Meter. Titelverteidiger Christoph Milloth landete auf dem neunten Platz mit 21,43 Metern. Bei den Damen bestätigte Margret Klein-Raber aus dem Saarland mit 17,47 Metern ihren Titel vor Annika Lange aus Kaiserslautern (16,18 Meter).

Insgesamt 92 Männer, 40 Frauen und 35 Kinder nahmen am Turnier teil, das im Rahmen des 18. Knutfestes am vergangenen Sonntag ausgetragen wurde. Veranstalter war der FC Wacker Weidenthal.

Eine Frage der Technik

„Jeder muss seine eigene Technik finden“, sagte der 56-jährige Frank Schwender aus Frankeneck. Der laut „RND“ erfahrene fünffacher Turniersieger weiß: „Wenn der Baum falsch geworfen wird, bläht er sich auf und fällt schnell.“

Und auch der Vorjahressieger Christopher Milloth gibt zu bedenken, dass es einfacher aussieht, als es ist. Ungeübte würden beim Werfen eines Weihnachtsbaumes immer wieder Fehler machen. „Anfängern fehlt meist das Timing, wann man den Baum loslässt“, sagte der 29-Jährige laut „Luxemburger Wort“.

Dabei setzen die Konkurrenten auf unterschiedliches „Doping“ – einer auf Kakao mit Alkohol, der andere auf Glühwein.

Frisch geschlagen für die WM

Für die Meisterschaft werden die Bäume nicht etwa aus den Wohnstuben geholt und abgeschmückt. Nein, sie werden speziell für das Spaß-Event aus dem Gemeindewald kurz vor der WM geschlagen. Organisator Herbert Laubscher erklärte:

Echte gebrauchte Weihnachtsbäume können wir nicht verwenden, da sie ausgetrocknet sind, ihre Nadeln schnell verlieren und auch die Zweige leichter brechen würden.“

(dpa/sua)

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