Ärzte ohne Grenzen beenden Kooperation mit SOS Méditerranée zur Aufnahme von Bootsmigranten

Epoch Times17. April 2020 Aktualisiert: 17. April 2020 20:32

Ärzte ohne Grenzen (MSF) hat ihre Kooperation mit SOS Méditerranée zur Aufnahme von Bootsmigranten auf dem Mittelmeer eingestellt. Die Partnerschaft mit SOS Méditerranée sei infolge einer Meinungsverschiedenheit beider Organisationen über die Fortsetzung des Einsatzes während der Corona-Krise beendet worden, teilte MSF am Donnerstag mit.

MSF und SOS Méditerranée kooperierten seit 2016 bei der Aufnahme von Migranten auf dem zentralen Mittelmeer. Mit den NGO-Schiffen „Aquarius“ und „Ocean Viking“ nahmen sie nach eigenen Angaben mehr als 30.000 Menschen auf.

MSF warf der EU vor, ihre Aktivitäten während der Corona-Krise verhindern zu wollen. Die „Entscheidung von Italien und Malta, ihre Häfen zu schließen sowie die Aufforderung Deutschlands an NGOs, ihre Seenotrettung einzustellen“, seien „diskriminierend und unverhältnismäßig“, erklärte die Leiterin des Seenotrettungseinsatzes, Annemarie Loof.

SOS Méditerrannée will ohne Zusicherung sicherer Häfen nicht auslaufen

„Obwohl sich Ärzte ohne Grenzen und SOS Méditerranée darin einig sind, wie wichtig unsere lebensrettende Arbeit auf See ist, ist SOS Méditerrannée der Ansicht, dass es vor dem Auslaufen weitere Zusicherungen der EU-Staaten über sichere Häfen geben müsse“, erklärte Loof weiter. Für Ärzte ohne Grenzen sei es dagegen ein „humanitärer Imperativ, sofort zu handeln, mit oder ohne solche Zusicherungen“.

SOS Méditerranée sei mit Blick auf die Maßnahmen der EU-Staaten wegen der Corona-Krise der Ansicht gewesen, „dass die Sicherheitsbedingungen für die Besatzungen und die geretteten Menschen nicht mehr erfüllt“ werden könnten, sagte die Generaldirektorin von SOS Méditerranée, Sophie Beau, der Nachrichtenagentur AFP.

Bis auf weiteres bleibt die „Ocean Viking“ in ihrem Heimathafen in Marseille. SOS Méditerranée erklärte, den Rettungseinsatz „so schnell wie möglich“ auch ohne MSF als Partner wieder aufnehmen zu wollen.

Italien und Malta haben wegen der Corona-Pandemie alle ihre Häfen geschlossen, auch NGO-Schiffen mit Migranten. Die Entscheidung wurde von Organisationen heftig kritisiert. Angesichts der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie forderte Bundesinnenminister deutsche NGOs kürzlich auf, die Aufnahme von Bootsmigranten vorerst zu stoppen. (afp/nh)

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