Italien führt an staatlichen Schulen ab 2020 „Klimaunterricht“ ein

"Es gibt Länder wie Bhutan, die sich eher auf Glück und Wohlbefinden als auf das Bruttoinlandsprodukt konzentrieren, aber dies ist das erste Mal, dass ein Land die UN-Agenda übernommen und in ein Lehrmodell umgewandelt hat", erklärte Italien Bildungsminister zu dem neuen Gesetz, das verpflichtenden Klimaunterricht an staatlichen Schulen ab 2020 vorsieht.
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Während der Kundgebung "Fridays for future" am 27. September 2019 in der Innenstadt Roms.Foto: ANDREAS SOLARO/AFP via Getty Images
Epoch Times7. November 2019

Italiens Bildungsminister Lorenzo Fioramonti erklärte, dass Italien das erste Land der Welt sein wird, in dem die Erforschung des Klimawandels an Schulen zur Pflicht gemacht wird, kündigte der Fünf-Sterne-Politiker am Dienstag an. „The Telegraph“ berichtete darüber.

Entsprechend dem dazu verabschiedeten neuen Gesetz werden sich alle Schüler staatlicher Schulen ab Beginn des nächsten Schuljahres rund eine Stunde pro Woche mit Nachhaltigkeits- und Klimafragen befassen müssen. Insgesamt sind das rund 33 Stunden pro Jahr.

Dies ist ein neues Modell der staatsbürgerlichen Bildung, das sich auf nachhaltige Entwicklung und Klimawandel konzentriert“, sagte der Minister dem „The Telegraph“.

Dabei werde sich der Lehrplan für das Fach auf die 17 Ziele der UN für eine nachhaltige Entwicklung stützen, einschließlich der Frage, wie man nachhaltiger leben könne, wie man die Verschmutzung der Ozeane bekämpfe und wie man Armut und soziale Ungerechtigkeiten bekämpfe, so Fioramonti weiter.

Es gibt Länder wie Bhutan, die sich eher auf Glück und Wohlbefinden als auf das Bruttoinlandsprodukt konzentrieren, aber dies ist das erste Mal, dass ein Land die UN-Agenda übernommen und in ein Lehrmodell umgewandelt hat“, erklärte der Minister weiter.

Italien wird nach dem Rückzug der Lega-Partei durch eine Regierungskoalition zwischen der Fünf-Sterne-Bewegung und der Mitte-Links Demokratischen Partei geführt.

Der erst seit zwei Monaten im Amt des Bildungsministers sitzende Fioramonti erweckte im September die mediale Aufmerksamkeit, da er sich öffentlich dafür aussprach, dass es italienischen Kindern erlaubt sein sollte, aufgrund der Teilnahme an den „Fridays for Future“-Klimaprotesten die Schule an diesem Tag nicht zu besuchen. (er)



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