Russischer KampfjetFoto: AFP/Getty Images/Symbolbild

US-Kommando meldet Entsendung russischer Kampfjets nach Libyen

Epoch Times26. Mai 2020 Aktualisiert: 26. Mai 2020 15:56

Russland hat nach US-Angaben kürzlich Kampfjets nach Libyen zur Unterstützung russischer Söldner im Kampf für den libyschen General Chalifa Haftar entsandt. Die Kampfjets hätten auf dem Weg von Russland nach Libyen einen Zwischenstopp in Syrien eingelegt, wo sie „überstrichen wurden, um ihre russische Herkunft zu verschleiern“, teilte das in Stuttgart ansässige US-Militärkommando für Afrika (Africom) am Dienstag mit. Die russischen Kampfflugzeuge dürften den Söldnern der sogenannten Gruppe Wagner zur „engen Unterstützung aus der Luft“ sowie mit „Offensivangriffen“ dienen.

„Russland versucht eindeutig, zu seinen Gunsten den Ausschlag in Libyen zu geben“, erklärte Africom-Kommandeur Stephen Townsend. Russland habe „schon zu lange das volle Ausmaß seiner Beteiligung im anhaltenden Libyen-Konflikt bestritten“. Jetzt aber gebe es „kein Leugnen mehr“. Weder die Truppen Haftars noch private Rüstungskonzerne seien ohne staatliche Unterstützung in der Lage, diese Kämpfer zu bewaffnen und zu erhalten. Diese „Unterstützung bekommen sie aus Russland“.

Das US-Kommando warf Moskau vor, die Wagner-Gruppe in Libyen einzusetzen, um „seine eigene direkte Rolle zu verschleiern“ und Russland die Möglichkeit zu geben, „sein boshaftes Handeln plausibel zurückzuweisen“. Das russische Vorgehen habe den Libyen-Konflikt verlängert und mehr Todesfälle und menschliches Leid auf beiden Seiten verursacht. Russland sei nicht daran interessiert, was am besten für das libysche Volk sei, sondern wolle nur eigene strategische Ziele erreichen.

US-Streitkräfte: Russlands destabilisierendes Vorgehen treibt Flüchtlingskrise in Europa an

„Russlands destabilisierendes Vorgehen in Libyen wird die regionale Instabilität verschärfen, welche die Flüchtlingskrise für Europa angetrieben hat“, warnten die US-Streitkräfte.

Haftars Truppen führen seit mehr als einem Jahr eine Offensive gegen die von den Vereinten Nationen unterstützte Einheitsregierung in Tripolis. In den Konflikt sind neben Russland auch andere ausländische Staaten verwickelt: Die Einheitsregierung wird von Katar und der Türkei unterstützt, die Haftar-Truppen neben Russland von den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Ein Untersuchungsbericht von UN-Experten hatte Anfang des Monats den Einsatz von Söldnern der Gruppe Wagner bei den Kämpfen in Libyen bestätigt. Moskau weist jede Verantwortung für den Einsatz der Söldner zurück, doch wird der Gruppe eine Nähe zu Präsident Wladimir Putin nachgesagt. (afp/rm)


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

In letzter Zeit beobachten wir, wie Hacker immer wieder beliebige Nicks verwenden und üble Kommentare unter eben diesen Namen schreiben. Trolle schrecken nicht davor zurück, das Epoch Times Logo als Profilbild sich anzueignen und ebenfalls die Kommentarfunktion auf schlimmste Weise zu missbrauchen.

Aufgrund der großen Menge solcher Angriffe haben wir uns entschieden, einen eigenen Kommentarbereich zu programmieren, den wir gut kontrollieren können und dadurch für unsere Leser eine wirklich gute Kommentar-Umgebung schaffen können.

In Kürze werden wir diese Kommentarfunktion online stellen. Bis dahin bitten wir Sie noch um etwas Geduld.


Ihre Epoch Times - Redaktion