Bundesbank-Vizepräsidentin: Globalisierung hat ihre besten Zeiten möglicherweise hinter sich

Von 13. November 2019 Aktualisiert: 21. Dezember 2019 10:59
In einem Interview mit der NZZ diagnostiziert Bundesbank-Vize Claudia Buch, dass nach 30 Jahren der Globalisierung das Vertrauen in internationale Verträge und multinationale Kooperation im Schwinden begriffen sei. Sie befürchtet gerade für Deutschland Wohlstandseinbußen.

Der Zusammenbruch der Sowjetunion sowie der Beitritt von China zur Welthandelsorganisation im Jahr 2001 sorgten für einen immensen Schub der Globalisierung. Diese Ära könnte nun nach 30 Jahren zu Ende gehen, beklagt die Vizepräsidentin der Deutschen Bundesbank Claudia Buch in einem Gespräch mit der „Neuen Zürcher Zeitung“ (NZZ).

Dies liege an einem weltweit zu beobachtenden, erheblichen Vertrauensverlust, der das System internationaler Verträge und permanenter multilateraler Kooperation treffe. Zudem nehme die Bedeutung internationaler Wertschöpfungsketten nicht mehr im zuvor gewohnten Maße zu. Sie seien „fragil“ geworden und Unternehmen stellten sich zunehmend darauf ein, nicht mehr auf diese zu bauen, so die Vizepräsidentin.

Probleme für Exportnation Deutschland

Daher sei es ihrer Ansicht nach zu erwarten, dass Konzerne einige der im Ausland geschaffenen Produktionskapazitäten wieder nach Deutschland oder Europa zurückholen werden. Die Eskalation des Handelskonflikts zwischen Washington und Peking hat bereits auch dazu geführt, dass namhafte Unternehmen wie Stanley Black & Decker oder Whirlpool Produktionen in die USA zurückführten, wie „Fox Business“ berichtet.

Claudia Buch sieht diese Entwicklung allerdings mit Sorge. Es werde lange dauern, um das Vertrauen in die internationalen Prozesse wieder aufzubauen. Die Rückkehr zum Schutz- und Sanktionszoll habe bereits jetzt Auswirkungen auf den Welthandel. Gerade da Deutschland so stark exportorientiert sei, könnte dies zu Wohlstandsverlusten führen.

Auch Zinsrisiken könnten schon in nicht allzu weiter Zukunft weltweit Volkswirtschaften unter Druck setzen, meint die Volkswirtin. Derzeit helfen die niedrigen Zinsen, systemische Risiken gegenüber den Märkten zu kaschieren. Aktien und andere Vermögenswerte seien weiter hochpreisig. Allerdings sei zu beobachten, dass immer mehr kleinere und mittlere Banken kurzfristige Einlagen zur Finanzierung langfristiger Kredite verwendeten.

Risiko von Kreditausfällen wird vernachlässigt

Sollte es zu einem Zinsschock kommen, könnte dies erhebliche Gefahren für die Finanzstabilität in Deutschland insgesamt nach sich ziehen. Viele wollen sich die niedrigen Zinsen sichern und Wohnimmobilien erwerben. Die Laufzeiten liegen meist bei über zehn Jahren. Von 26 Prozent im Jahr 2010 sei dieser Anteil auf fast 47 Prozent gestiegen.

Im schlimmsten Fall könnte sich eine Situation ergeben, wie sie in ähnlicher Weise bereits der Subprime-Krise der späten 2000er Jahre vorausging, die am Ende in eine weltweite Finanzkrise ausartete. Teilweise vernachlässigten Banken derzeit Kreditausfallrisiken und würden auf weiterhin steigende Immobilienpreise spekulieren.

Sollte es jedoch tatsächlich zu einer länger anhaltenden und tief greifenden Rezession kommen, könnte die Ausfallsquote Höhen erreichen, für die Banken und Unternehmen gleichermaßen nicht gerüstet seien.

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Wirtschaftskrisen können geschaffen und genutzt werden, um Aufstände und Revolutionen zu fördern. Sozialistische Bewegungen werden in Krisenzeiten leicht als „Retter“ angesehen. Wenn Politiker in demokratischen Ländern verzweifelt nach Lösungen suchen, schließen sie oft einen Pakt mit dem Teufel und lenken ihre Länder allmählich in Richtung „Big Government“ (ein übermäßig großer Verwaltungsapparat) und sozialistischer Hochsteuerpolitik.

Die Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre war der kritische Augenblick, in dem Europa und die Vereinigten Staaten den Weg zu „Big Government“ und dem weit verbreitetem Interventionismus einschlugen. Die Finanzkrise im Jahr 2008 wirkte sich ebenfalls günstig für die Ausweitung einer linksgerichteten Politik aus.

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