Burgwedel: Messer-Opfer Vivian (24) aus Koma erwacht – Zwei Zentimeter entschieden über Leben und Tod

Von 29. März 2018 Aktualisiert: 29. März 2018 14:54
Der Einkauf eines jungen deutschen Pärchens im Edeka endete in einer Katastrophe und kostete die junge Vivian fast ihr Leben. Die beiden gerieten mit jungen Syrern in Streit. Deren Familie lebt seit fünf Jahren schon abgeschottet in Burgwedel.

Burgwedel: Eine Kleinstadt ist geschockt. Vor sechs Tagen wurde hier eine 24-jährige Frau von einem jungen Flüchtling (17) mit einem Klappmesser niedergestochen. Sie musste notoperiert und ins künstliche Koma versetzt werden, war mehrere Tage in Lebensgefahr.

Am Mittwoch erwachte die junge Frau, laut Thomas Klinge von der Staatsanwaltschaft Hannover „ein ganz toller Schritt nach vorne.“ Die Ermittler würden nach ein paar Tagen Ruhepause versuchen, mit der 24-Jährigen zu sprechen, wie der „BR“ berichtet. Die Polizei erhofft sich neue Erkenntnisse, nachdem der 17-Jährige zur Tat bisher schweigt.

Der 24-jährigen Vivian T. mussten die Ärzte die Milz und einen Teil der Bauchspeicheldrüse entfernen. Vier ihrer Rippen wurden bei der Attacke des jungen Syrers gebrochen. Mit Schläuchen ausgestattet liegt sie auf der Intensivstation des Krankenhauses, wie die „Bild“ berichtet.

Wir wünschen uns nichts sehnlicher, als dass unsere Tochter wieder gesund wird. Aber jeder soll auch sehen, was ihr widerfahren ist.“

(Vivians Eltern)

Als Vivian und ihr Freund Domenic K. (25) an jenem Samstag zum Edeka-Markt gingen, sahen sie die beiden jungen Syrer beim Herumraufen. Die junge Verkäuferin Vivian bat sie damit aufzuhören und Domenic hatte offenbar einen der beiden am Ohr gezogen. Auf dem Rückweg geschah dann die Messer-Attacke.

Laut Aussage der Ärzte sollen ganze zwei Zentimeter über Leben und Tod von Vivian entschieden haben. Opferanwalt Björn Nordmann geht entgegen den Behörden nicht von gefährlicher Körperverletzung aus, sondern von versuchter Tötung. Der 17-Jährige habe den Tod von Vivian billigend in Kauf genommen, als er brutal auf sie einstach.

Syrische Familie wohnt abgeschottet im Ort

Die Familie des Messerstechers lebt seit gut fünf Jahren im Ort, doch kaum jemand kennt die Leute, sie bleiben unter sich. Die Familienmitglieder kamen 2013 als Kontingent-Flüchtlinge aus Syrien nach Deutschland.

Zum Streit kam es ursprünglich zwischen dem Pärchen und einem Bruder (14) sowie einem Cousin (13) des 17-Jährigen, dem gefährliche Körperverletzung vorgeworfen wird. Ihm droht eine Freiheitsstrafe zwischen sechs Monaten und zehn Jahren.

Nach Aussage des ältesten Bruders des 17-Jährigen soll das deutsche Pärchen die Jugendlichen beleidigt haben.

Samstagabend, 24. März, Burgwedel

Als an diesem Abend ein junges Pärchen gegen 19.30 Uhr zum Einkaufen geht, trifft es dort auf zwei junge Flüchtlinge aus Syrien im Alter von 13 und 14 Jahren. Es kommt zu einem verbalen Streit. Auf dem Rückweg trifft man wieder aufeinander. Diesmal ist ein 17-jähriger Syrer zugegen. Erneut kommt es zum Streit. Ein Messer blitzt auf. Kurz darauf bricht die 24-jährige Frau lebensgefährlich verletzt zusammen.

Die Polizei kann die inzwischen geflüchteten Syrer ermitteln und festnehmen.

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