Hinweisschild an der Grenze zu Österreich.Foto: Georg Hochmuth/APA/dpa/dpa

„Mini-Schengen“: Österreich und Nachbarn planen Grenzöffnung ab Mitte Juni

Epoch Times19. Mai 2020 Aktualisiert: 19. Mai 2020 15:07
Zwischen Prag, Wien und Bratislava könnte schon bald wieder Reisefreiheit herrschen. Die Regierungen planen eine Art "Mini-Schengen". Was die Grenze zwischen Tschechien und Deutschland angeht, gibt es noch Fragezeichen.

Österreich und seine Nachbarländer Tschechien und Slowakei planen eine gemeinsame Grenzöffnung ab Mitte Juni.

„Wir sind übereingekommen, dass wir diesen Weg gemeinsam gehen wollen und dass wir Ungarn mit an Bord nehmen“, sagte Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) am Dienstag nach einer Videokonferenz mit seinen Amtskollegen in Prag und Bratislava, Tomas Petricek und Ivan Korcok. Es werde intensiv daran gearbeitet, mit diesen Staaten zur vollen Reisefreiheit zurückzukehren, wie sie vor der Coronavirus-Pandemie geherrscht hatte.

„Wir sind zuversichtlich, dass Mitte Juni ein Mini-Schengen entstehen kann“, sagte der Sozialdemokrat Petricek im Prager Außenministerium. Die endgültige Entscheidung einschließlich des genauen Datums könne bereits nächste Woche fallen. Wegen der Coronavirus-Pandemie hatte Tschechien Mitte März einen weitgehenden Einreisestopp für Ausländer verhängt.

In Deutschland würden sich die Corona-Fallzahlen zwar bessern, sagte Petricek, es gebe aber noch „mehrere Fragezeichen“. Dies betreffe unter anderem Transitreisende aus „Risikostaaten“ wie Frankreich. Tschechiens Ministerpräsident Andrej Babis zeigte sich dennoch zuversichtlich über eine baldige Lösung. „Es wäre prima, wenn sich zum 15. Juni die Grenzen zwischen uns Nachbarn auf einmal öffnen – zu Deutschland, Österreich, Ungarn und, wie ich hoffe, auch der Slowakei“, sagte er der Agentur CTK.

Österreich hat bisher nur mit Deutschland und der Schweiz eine vollständige Grenzöffnung ab Mitte Juni vereinbart. Gegenüber Tschechien, der Slowakei und Ungarn wurden am Wochenende zwar einseitig die Grenzkontrollen gelockert, die Einreisebeschränkungen blieben aber aufrecht. (dpa)



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