Wien: Vereitelte Terror-Attacke auf Iran-Botschafter – Islamist stach 15 Mal auf Wachposten ein

Von 13. March 2018 Aktualisiert: 16. März 2018 20:14
Der erschossene Messerangreifer in Wien hatte nach Behördenangaben einen islamistischen Hintergrund. Der Mann hatte vor dem iranischen Botschaftsgebäude einen Wachposten mit einem Messer angegriffen und 15 Mal heftig auf den Soldaten eingestochen, bevor es diesem gelang den Angreifer zu erschießen. Doch der Angriff galt dem Botschafter, der sich mit seiner Frau und den beiden Kindern im Haus aufhielt.

Er folgte dem Salafisten-Prediger Pierre Vogel auf Facebook, teilte fast nur religiöse Inhalte und hatte einen Link zur terroristische eingestuften Propagandaseite „Ansarul Aseer Original“ gesetzt, wie „OE24“ berichtet.

Der Angriff auf den Wachposten vor der Iranischen Residenz in der Wenzgasse 2 in Wien-Hietzing wird als gezielte Terrorattacke auf den Botschafter und seine Familie gewertet. Offenbar ging es dem Täter um „Rache am Iran wegen des militärischen Einsatzes des Iran in Syrien“ sagen Experten.

Wie die Generaldirektorin für öffentliche Sicherheit, Michaela Kardeis, bei einer Pressekonferenz sagte, habe der 26-jährige Mann „eindeutig Sympathie für den politischen Islam“ gehegt.

Der Angreifer hatte einen Pass eingesteckt, was laut „OE24“ dafür spreche, dass der Angriff geplant war. Ein Geheimdienstinsider soll angemerkt haben, dass es sich bei Mohamed El M. um einen gewaltbereiten und psychisch labilen jungen Mann gehandelt habe.

Sonntagnacht, 11. März, 23.35 Uhr

Der in Wien geborene 26-jährige Mohamed El M., ein Österreicher mit ägyptischen Wurzeln, geht aus Richtung Lainzer Straße auf den Wachposten zu, der ihn bemerkt und dem verdächtig wirkenden Mann einige Meter entgegen geht. Der Soldat spricht ihn an. Wortlos zieht der 26-Jährige das Messer hervor und greift den Posten an, der zum Schutz des Botschafters, seiner Frau und der beiden Kinder Wache steht.

15 Mal sticht der Angreifer während des kurzen Gerangels auf den 23-jährigen Tiroler ein, der durch eine Schutzweste geschützt ist und Pfefferspray gegen den Angreifer einsetzt – ergebnislos. Erneut sticht Mohamed El M. zu, verletzt den Posten am Oberarm und am Knie, bevor dieser sich von ihm lösen und zur Waffe greifen kann.

Ein Warnschuss fällt, drei weitere folgen. Zwei treffen den Angreifer, der tödlich getroffen zusammenbricht und noch vor Ort stirbt. Ein weiterer Schuss schlägt in einem geparkten Wagen ein. „OE24“ berichtet die Timeline des Angriffs.

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