Weltweite Proteste gegen Winterolympiade 2022 in Peking

Von 25. Juni 2021 Aktualisiert: 25. Juni 2021 17:07

Beim folgenden Beitrag handelt es sich um den Originaltext zum Video: „Globale Proteste gegen Winterolympiade 2022 in Peking – Berlin ist auch dabei“ vom YouTube-Kanal NTD-Deutsch. Epoch Times hat keine redaktionellen Änderungen vorgenommen. 

Am Mittwoch, dem 23. Juni wollten zahlreiche Organisationen und Politiker, vor dem Brandenburger Tor eine klare Botschaft an die Kommunistische Partei Chinas senden: ohne Menschenrechte kein Olympiade. Damit schließt sich die Bundeshauptstadt an die globale Aktion “Keine Winterspiele in Peking” an. 

Weltweit haben 50 Metropolen an dem Protest teilgenommen, wie etwas London, Paris, Rom, New York, Toronto, Mexico City, Tokio, Sydney.

Das Originalvideo von NTD Deutsch: 

“Ein deutliches Signal zu geben, dass man nicht damit einverstanden ist, dass die Sportfunktionäre immer wieder große Veranstaltungen an autoritäre Staaten vergeben. Ich finde damit muss Schluss sein. Das ist der erste Schritt, ein Signal zu setzen. Länder wie China, wie Katar, wie Russland, die die Menschenrechte mit den Füßen treten, werden am Ende auch noch belohnt und wollen sich mit einem schönen Bild schmücken.” – sagt Michael Brand, Mitglied des Bundestags, CDU.

Die Menschenrechtsorganisation “Gesellschaft für bedrohte Völker” aus Göttingen ist Veranstalter der Aktion in Berlin. 

“Wir sind sehr froh, dass verschiedene Organisationen sich zusammengefunden haben, um darauf hinzuweisen, dass die Winterspiele 2022 nicht in China stattfinden sollen. Wir sind generell nicht dagegen, dass sie in China stattfinden. Aber solange die Kommunistische Partei Chinas Menschenrechte auf diese systematische Art und Weise unterdrückt, egal, ob es sich um  Tibeter oder Menschen in Hongkong oder Uiguren oder Christen oder Falun Gong Mitglieder handelt … Solange dürfen die olympischen Spiele dort jedenfalls nicht stattfinden. “ – sagt Hanno Schedler, Gesellschaft für Bedrohte Völker.

Vertreter von Tibetern, Uiguren, Mogolen, Hongkongern und Menschenrechtsorganisationen in Deutschland sowie Bundestagsabgeordnete hielten Reden vor dem Brandenburger Tor, um Pekings diktatorisches Vorgehen mit den eigenen Bürgern laut zu kritisieren und eine Lösung zu suchen.

“Es hat sich nichts verbessert, seit den Olympischen Spielen 2008 in Peking. Ganz im Gegenteil, die Lage hat sich verschlechtert, die Lage der Tibeterinnen und Tibeter, die Lage der Uiguren, die Lage der muslimischen Minderheiten in China, die Menschenrechtslage in China, die Meinungsfreiheit, die Pressefreiheit, all das hat sich dramatisch verschlechtert in den letzten Jahren.” – sagt Margarete Bause, Mitglieder des Bundestags, Bündnis 90/Die Grünen.

Was können wir jetzt tun? Ich glaube, das Entscheidende ist es, nicht bei der chinesischen Propaganda mitzuwirken.” – sagt Bause.

Konkret forderte die Grünen-Bundestagsabgeordnete Margarete Bause Politiker auf, nicht nach Peking zu den Winterspielen zu reisen. Unternehmen sollten die Spiele nicht sponsern, betonte sie. 

Zurzeit nimmt in Deutschland die Kritik an Chinas Menschenrechtsverletzungen zu. 

“Auch hier in Deutschland zeigt die Entwicklung, dass wir es erkannt haben. Wir müssen Menschenrechten zum Erfolg verhelfen. Wir brauchen eine ganz klare Positionierung, das betrifft natürlich den Sport, das betrifft viele andere Bereiche. Wir reden ja auch über das Lieferkettengesetz. Deshalb glaube ich, dass die kommende Bundesregierung mehr machen wird als die bisherige Bundesregierung.” – meint Peter Heidt, Mitglieder des Bundestags, FDP.

Wir Europäer müssen uns an die Seite der US-Amerikaner stellen und deutlich machen: wir brauchen eine andere China-Politik.” – sagt Heidt.

Die Aktion geht weiter. Am Mittwoch, dem 1. Juli ist der 100. Jahrestag der Kommunistischen Partei Chinas. In Peking wird das Jubiläum groß gefeiert. In Berlin wollen Menschenrechtsaktivisten vor der chinesischen Botschaft protestieren.



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