Shani Davis läuft die 1.000 Meter während der US-amerikanischen Eisschnelllauf-Meisterschaften in Utah im Dezember 2009.Foto: Matthew Stockman/Getty Images

Rekorde aufstellen – der US-amerikanische Eisschnellläufer Shani Davis

Von 1. Februar 2010 Aktualisiert: 1. Februar 2010 10:26

Eisschnelllauf ist seit fast einem Jahrhundert olympische Sportart und war für den größten Teil dieses Jahrhunderts zusammen mit allen anderen Wintersportarten die Domäne von Sportlern aus Ländern mit kälterem Klima.

Der US-amerikanische Eisschnellläufer Shani Davis hat das alles verändert.

Davis, ein Afro-Amerikaner, der in Chicago aufwuchs, zeigte so viel natürliches Talent auf Rollschuhen, dass er mit sechs Jahren eingeladen wurde, sich dem Evanston-Eisschnelllauf-Klub in Illinois anzuschließen. Innerhalb von ein paar Jahren errang er bei lokalen Wettkämpfen viele Siege.

Davis‘ Mutter hatte ihm beständig Unterstützung und Ermutigung gegeben. Als er zehn Jahre alt war, zog sie in die Nähe der Eisbahn, damit er mehr Zeit zum Training hatte.

Seine Mutter managt ihn immer noch. „Meine Mama dachte nie zuerst an sich, und ich verdanke den größten Teil meines Erfolges ihr.“  Das sagt Davis auf seiner Webseite.

Mit 13 gewann Davis die erste von fünf nationalen Meisterschaften in seiner Altersgruppe und mit 17 eine nordamerikanische Meisterschaft. Im selben Jahr wurde er als erster US-amerikanischer Athlet dazu ausgewählt, beim Junior World Team sowohl auf Kurzstrecken als auch auf Langstrecken zu laufen, was er noch zwei weitere Male wiederholte.

2002 wurde Shani Davis der erste afro-amerikanische Athlet, der in die olympische Eisschnelllauf-Mannschaft der Vereinigten Staaten gewählt wurde. Er war Ersatzmann und lief nicht.

2006 wurde er der erste schwarze Athlet, der bei den Olympischen Winterspielen eine Medaille gewann und nahm eine Gold- und eine Silbermedaille mit nach Hause. Davis machte so weiter und gewann 2009 in verschiedenen Distanzen sieben Weltmeisterschaften.

Davis macht nicht viel Aufhebens davon, dass er der erste Afro-Amerikaner ist, der sich in den Wintersportarten auszeichnet. „Ich bin einer von der Sorte“, gestand er nach dem Gewinn von Gold in Turin. Davis sieht sich als Athlet, nicht als Vertreter irgendeiner Rasse.

Jetzt mit 27 Jahren geht Shani Davis nach Vancouver, um seine dritten Olympischen Spiele zu bestreiten und tritt dabei in allen Disziplinen an.

In Vancouver wird Davis noch nach einem weiteren Meilenstein greifen. Er will versuchen, in allen fünf Männer-Disziplinen des Eisschnelllaufs Medaillen zu gewinnen.

Davis wird beim 500 m, 1.000 m, 1.500 m, 5.000 m, und 10.000 m-Lauf starten. Den größten Teil seiner Erfolge hatte Davis in den kürzeren Disziplinen. Er hält zurzeit den Weltrekord für 1.000 m und 1.500 m. Die 5.000 m und 10.000 m-Läufe werden ihn bis an seine Grenzen fordern.

Davis wird die fünf Disziplinen innerhalb von zehn Tagen laufen und wird zwischen den Disziplinen jeweils nur einen Tag zur Regeneration haben. Der erste Lauf ist der Zweitlängste: 5.000 Meter. Dann am Tag 12 wird er die mörderischen 10.000 Meter des Eisschnelllaufs mit 55 km pro Stunde laufen.

Davis sollte der Aufgabe gewachsen sein. Er hat den Allround-Welttitel dreimal aufeinander folgend verliehen bekommen, 2004 bis 2006. Der Allround verlangt, dass ein Eisschnellläufer den 500 m, 1.500 m, 5.000 m und 10.000 m-Lauf jeweils mit einer zweitägigen Spanne Abstand läuft.

Das erfolgreichste Jahr von Davis war 2009. Er gewann alle vier World Cups im 1.000-Meter-Lauf, sowie drei erste und einen zweiten Platz über die 1.500 Meter. Seine Weltrekorde in den 1.000 und 1.500 Metern stehen noch.

Shani Davis geht nach Vancouver, um noch mehr Grenzen zu durchbrechen und mehr Rekorde zu brechen. Und Chancen hat er. Er ist der Goldmedaillen-Favorit bei den 1.000 und 1.500 Meter-Läufen.

 



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