Kleinhausen und Großhausen – Globalisierung einfach erklärt

In Kleinhausen leben die Bürger ein friedliches Miteinander. Es gibt dort einen Schuster, einen Schneider und den Lebensmittelladen "Lunchy" und jeder kaufte bei jedem ein. Doch dann ...

In Kleinhausen leben die Bürger ein friedliches Miteinander. Es gibt dort einen Schuster, einen Schneider und den Lebensmittelladen “Lunchy“.

Der Schuster kauft beim Schneider seine Bekleidung und bei Lunchy seine Mahlzeiten ein. Der Schneider und der Lebensmittelhändler kaufen beim Schuster Ihre Schuhe. Jeder kauft im Dorf ein und alle verfügen über ausreichend Wohlstand.

Ein paar Kilometer von Kleinhausen entfernt wurde die Stadt Großhausen mit einem riesigen Einkaufszentrum gebaut. Der Schneider stellt fest, dass dort die Schuhe günstiger als in Kleinhausen sind und kauft dort ein.

Nun fehlen dem Schuster im Dorf die Einnahmen und er muss sich einschränken. Er kauft weniger beim Schneider und auch weniger bei Lunchy ein. Somit sind die beiden gezwungen, sich nach günstigeren Angeboten in Großhausen umzusehen.

Es führt dazu, dass in Kleinhausen alle weniger zum Leben haben und sich mit Existenzsorgen beschäftigen müssen.

Deutschland lässt das Ausland produzieren

Jetzt übertragen wir diese Geschichte auf die Bundesrepublik Deutschland. In den deutschen Geschäften, insbesondere Bekleidung und Elektronik, sind überwiegend Produkte mit dem Label „Made in China“ zu finden.

Vielen Waren werden nicht mehr in Deutschland, sondern im Ausland produziert. Dies führt zu einer zunehmenden Arbeitslosigkeit in der Bundesrepublik. Ähnlich wie in Kleinhausen haben die heimischen Bürger immer weniger Geld im Portemonnaie.

In China herrschen oft sehr schlechte Arbeitsbedingungen, was dem Land ermöglicht, so billig zu produzieren. Teilweise kommen die Produkte auch aus chinesischen Arbeitslagern.

Wer also „Made in China“ kauft, schadet nicht nur dem regionalen Markt, sondern fördert noch die Ausbeutung der chinesischen Bevölkerung.

Bei einem Land wie Deutschland mit über 80 Millionen Einwohnern sind die Konsequenzen nicht so schnell zu spüren wie in Kleinhausen. Der Schaden für die heimische Volkswirtschaft ist erst nach mehreren Jahren oder Jahrzehnten zu erkennen.

Die Geschichte von Kleinhausen und Großhausen ist zwar erfunden, die zunehmende Abhängigkeit der Bundesrepublik vom chinesischen Markt und der Schaden am eigenen Bruttosozialprodukt sind jedoch real. (ra)

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