US-Regierung leitet Neuverhandlungen über Freihandelsabkommen Nafta ein

Die US-Regierung beginnt, über die Neuverhandlung des nordamerikanischen Freihandelsabkommens Nafta mit Mexiko und Kanada nachzudenken.

Die US-Regierung hat die von ihr angekündigte Neuverhandlung des nordamerikanischen Freihandelsabkommens Nafta eingeleitet. Ihr Handelsbeauftragter Robert Lighthizer informierte am Donnerstag den Kongress in einem formellen Notifizierungsschreiben darüber, dass die Gespräche mit Kanada und Mexiko nicht vor dem 16. August beginnen.

Während der nächsten 90 Tage werde er mit dem Kongress und Vertretern der US-Wirtschaft darüber beraten, wie ein Abkommen aussehen müsse, „das den Interessen der amerikanischen Arbeiter, Bauern, Viehzüchter und Unternehmen dient“.

Bilaterale Handelserträge bevorzugt

Die neue US-Regierung unter Präsident Donald Trump hat auch in der Handelspolitik die Parole „Amerika zuerst“ ausgegeben. Multilaterale Abkommen mit vielen Mitgliedern sieht sie kritisch und setzt stattdessen lieber auf bilaterale Handelsverträge mit einzelnen Ländern. Das transpazifische Freihandelsabkommen TPP kündigte Trump bereits auf.

Im Wahlkampf hatte er auch angekündigt, Nafta zu verlassen. Später sagte Trump jedoch zu, mit den zwei anderen Mitgliedern Kanada und Mexiko zunächst neu über das Abkommen zu verhandeln. Sollte es nicht zu Verbesserungen für die USA kommen, werde er Nafta aber aufkündigen. (afp)

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