Metro-Chef: Ergebnis der Aufspaltung noch nicht sichtbar

Metro-Chef Olaf Koch hat den Absturz seines Unternehmens aus dem M-DAX gerechtfertigt. „Wir werden das vollständige Ergebnis der Transaktion erst mittelfristig sehen“, sagte Koch der „Süddeutschen Zeitung“ (Dienstagausgabe). Der Lebensmittel-Großhändler …

Metro-Chef Olaf Koch hat den Absturz seines Unternehmens aus dem M-DAX gerechtfertigt. „Wir werden das vollständige Ergebnis der Transaktion erst mittelfristig sehen“, sagte Koch der „Süddeutschen Zeitung“ (Dienstagausgabe). Der Lebensmittel-Großhändler wurde vorige Woche von der Elektronikkette Media-Saturn abgespalten.

Daraufhin rutschte Metro aus dem Börsensegment der 50 größten deutschen Unternehmen nach den 30 DAX-Konzernen. Ob die Aufspaltung ein Erfolg war, könnte sich erst in ein paar Monaten zeigen, sagte Koch: „Der Kursverlauf in den kommenden sechs, zwölf oder achtzehn Monaten ist relevant.“ Die jetzige Situation habe technische Gründe. Die Aufregung um den inzwischen eingestellten Pilotversuch zur Gesichtserkennung in den Real-Märkten könne er nicht nachvollziehen. „Es wurde kein Datenschutzrecht auch nur ansatzweise berührt“, sagte der Metro-Chef. Das hätten auch Aufsichtsämter bestätigt. Von einem „Debakel“ für die Supermarktkette könne keine Rede sein. Zum Verkauf stehe Real trotz anhaltender Spekulationen nicht. Im Gegenteil: Etwa 50 der bundesweit 280 Real-Filialen sollen nach dem Vorbild der Vorzeige-Markthalle in Krefeld modernisiert werden. „In Kürze starten wir in Braunschweig mit dem nächsten Umbau“, kündigte Koch an. Koch beklagte, dass Real aufgrund der Tarifbindung „bis zu 30 Prozent höhere Löhne als große Teile der Konkurrenz“ zahlen müsse. Die Gewerkschaft Verdi müsse sich daher bis spätestens März 2018 entscheiden: „Entweder es kommt eine Reform der überalterten Tarifverträge inklusive eines neuen Entlohnungsgefüges zustande. Falls das nicht klappt, brauchen wir eine hauseigene Lösung bei Real.“ (dts)

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