Symbolbild – Gegen einen 30-jährigen Iraker wird wegen versuchten Mordes und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr in drei Fällen ermittelt.Foto: David Young/dpa/dpa

BAMF hielt mutmaßlichen irakischen Autobahnattentäter für ungefährlich

Epoch Times21. August 2020 Aktualisiert: 21. August 2020 15:05

Die Behörden haben den mutmaßlichen Täter des als islamistisch eingeschätzten Autobahnanschlags in Berlin vorher als ungefährlich eingeschätzt. Im Asylverfahren von Sarmad A. hätten die Behörden 2016 auch überprüft, ob der Iraker Kontakte zu terroristischen Szene hatte, berichtete das Magazin „Der Spiegel“ am Freitag unter Berufung auf Unterlagen des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge. Sie hätten im Fall A. „keine Bedenken“, hielten sie demnach daraufhin in offiziellen Unterlagen fest.

Dem Bericht zufolge lagen damals keine Hinweise darauf vor, dass A. Kontakte zur Islamistenszene hätte. In Deutschland hat der Mann Ermittlerangaben zufolge einen Duldungsstatus bis Ende des Jahres.

Wegen der Äußerungen des Beschuldigten nach der Tat am Dienstagabend gingen die Ermittler von einer „religiös-islamistischen Motivation“ aus. Sie fanden zunächst keine Anhaltspunkte für eine Mitgliedschaft des Manns in einer Terrororganisation.

Der Iraker hielt sich demnach jedoch zwischen 2018 und 2019 in derselben Flüchtlingsunterkunft wie ein islamistischer Gefährder auf. Unklar war zunächst, wie eng der Kontakt der beiden war.

Gegen den 30-Jährigen wird wegen versuchten Mordes und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr in drei Fällen ermittelt. Er wurde in einer Psychiatrie untergebracht. Bei den offenbar gezielt verursachten Zusammenstößen auf der innerstädtischen A100 in Berlin waren drei Menschen schwer und drei Menschen leicht verletzt worden. (afp)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion