Ein Deutscher mit eritreischem Hintergrund als AfD-Politiker? Warum nicht – Ein Interview mit Homib Mebrahtu

Epoch Times5. Mai 2019 Aktualisiert: 5. Mai 2019 19:48
Das Interview des NDR versucht, etwas über die Beweggründe des AfD-Politikers Homib Mebrahtu herauszufinden, sich in der Partei zu engagieren.

Homib Mebrahtu floh als Kleinkind Anfang der 80er Jahre vor dem Bürgerkrieg mit seinen Eltern aus Eritrea nach Deutschland. Aufgewachsen ist der heute 36-Jährige im Heidelberger Stadtteil Emmertsgrund, im Süden der Universitätsstadt in Baden-Württemberg. In die AfD ging Homid Mebrahtu aus „Notwehr gegen die Flüchtlingspolitik“, heißt es im Video-Text.

Verwunderlich: Der Stadtteil hat mit über 80 Prozent den höchsten Anteil an Bewohnern mit Migrationshintergrund in der Stadt. Doch die AfD ist hier besonders beliebt, schaffte 20,11 Prozent bei der letzten Bundestagswahl und lag hinter der CDU (30,52 Prozent) und der SPD 24,65 Prozent) auf Platz 3, während die Linke und die Grünen mit jeweils über acht Prozent zufrieden sein mussten [Wahldaten HD].

Aufgewachsen in bescheidenen Verhältnissen mit drei weiteren Geschwistern, begann er bereits vor einigen Jahren mit Youtube-Videos gegen Genderwahn, Linke und gegen den Islam, den er für etwas Gefährliches hält.

Das Interview führte ein Mitarbeiter des NDR, der selbst einst aus Eritrea kam und sich selbst als Muslim bezeichnete. Möglicherweise versuchte der Reporter neutral zu sein, doch unterschwellig gelang ihm das oft nicht. Spätestens beim Schnitt des Videos zeigte sich seine Meinung wohl recht deutlich.

Ein Kommentar unter dem Video definierte diesen Konflikt recht deutlich:

„Ich glaube nicht, dass du versucht hast, Homib zu verstehen. Für dich spielen deine Gene und dein Aussehen eine wichtige Rolle (du nennst das „Wurzeln“). Für ihn nicht. Du machst dich von der Kultur eines Landes (Eritrea) abhängig, mit dem du eigentlich gar nichts zu tun hast. Er nicht. Er nimmt sich die Freiheit, sich mit den Werten zu identifizieren, die er für gut und richtig hält. Du scheinbar nicht. Und du gestehst ihm diese Freiheit bestenfalls widerwillig zu.“

Die EPOCH TIMES veröffentlicht das Video als Meinungsbeitrag. (sm)

 

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Sichtweise der Epoch Times Deutschland wiedergeben.
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