Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen in den Niederlanden.Foto: ROBIN VAN LONKHUIJSEN/ANP/AFP via Getty Images

Dutzende Festnahmen in den Niederlanden am Wochenende

Epoch Times22. November 2021 Aktualisiert: 22. November 2021 16:44
Verschärfte Corona-Maßnahmen in Belgien und ein Teil-Lockdown in den Niederlanden bringen die Menschen auf die Straße.

In den Niederlanden gilt seit einer Woche ein Teil-Lockdown. Die Bürger dürfen sich nur mit maximal vier weiteren Menschen in ihren Wohnungen treffen. Arbeitnehmer sollen möglichst im Homeoffice arbeiten. Geschäfte müssen früher schließen. Außerdem ist eine 2G-Regelung für manche Orte in Planung. Damit hätten dort nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt.

145 Demonstranten wurden festgenommen

Wie Polizei und örtliche Medien berichteten, kam es am Sonntagabend die dritte Nacht in Folge zu Ausschreitungen in zahlreichen Städten. Insgesamt nahm die Polizei seit Freitag 145 Demonstranten fest.

Am Freitagabend hatte die Polizei in Rotterdam während der Krawalle das Feuer eröffnet, vier Menschen wurden nach Angaben der Staatsanwaltschaft durch die Polizeikugeln verletzt.

In Rosendaal wurden laut Polizeiangaben 15 Menschen festgenommen, nachdem Demonstranten Feuer in einer Grundschule gelegt hatten. Wegen Aufrufs zur Gewalt wurden nach Angaben der Polizei in Enschede fünf Menschen festgenommen.

In Groningen zogen am Sonntagabend mehrere „kleine Gruppen“ randalierend durch die Stadt, wie eine Polizeisprecherin mitteilte. Die Bereitschaftspolizei war im Einsatz. In Leeuwarden musste ein Fußballspiel unterbrochen werden, nachdem Fans, die wegen der Corona-Auflagen nicht ins Stadion durften, Feuerwerkskörper geworfen hatten.

In Rotterdam nahm die Polizei bei einem Spiel 26 Menschen fest, nachdem Fans in der Halbzeitpause Feuerwerkskörper, Mülltonnen und eine Leitplanke auf die Beamten geworfen hatten.

Wasserwerfer und Tränengas in Belgien

Auch im Nachbarland Belgien gingen am Sonntag zehntausende Demonstranten gegen die von der Regierung am Mittwoch verschärften Corona-Auflagen auf die Straße. In der belgischen Hauptstadt waren nach Polizeiangaben rund 35.000 Demonstranten unterwegs.

Nach Angaben eines Reporters der Nachrichtenagentur „AFP“ verliefen die Proteste zunächst friedlich, später kam es aber nahe dem Regierungsviertel zu Krawallen. Die Polizei ging mit Wasserwerfern und Tränengas gegen die Demonstranten vor, die Gegenstände auf Beamte warfen, Holzpaletten anzündeten und Polizeifahrzeuge angriffen. Wie die Nachrichtenagentur „Belga“ von der Polizei erfuhr, wurden dabei drei Beamte verletzt. (afp/nw)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion