Beamte der Zivilpolizei von Rio während eines Polizeieinsatzes gegen Drogenhändler in der Favela Jacarezinho im Bundesstaat Rio de Janeiro, Brasilien, am 06. Mai 2021.Foto: MAURO PIMENTEL/AFP via Getty Images

Mindestens 25 Tote bei Großeinsatz gegen Drogenbanden in Rio de Janeiro

Epoch Times6. Mai 2021 Aktualisiert: 6. Mai 2021 19:58
Sicherheitskräfte in Brasilien wollten Drogenhändler in einem Armenviertel von Rio de Janeiro festnehmen. Es kam an einer U-Bahn-Station zu schweren Gefechten.

Mindestens 25 Menschen sind bei einem Großeinsatz gegen Drogenbanden in der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro getötet worden. Unter den Opfern sei auch ein Polizeibeamter, teilte die Polizei am Donnerstag mit.

Die Sicherheitskräfte waren in den frühen Morgenstunden mit einem Großaufgebot angerückt, um Drogenhändler in dem Armenviertel Jacarezinho im Norden der Stadt festzunehmen.

Anwohner luden in den Online-Netzwerken Videos von Explosionen und schweren Gefechten hoch. Mindestens zwei Passagiere einer U-Bahn gerieten in die Schusslinie und wurden verletzt, wie die Nachrichtenwebsite „G1“ berichtete.

Die Razzia richtete sich gegen Drogenhändler, die beschuldigt werden, Minderjährige für ihre illegalen Aktivitäten zu rekrutieren. Jacarezinho ist eine Hochburg der Bande Comando Vermelho (Rotes Kommando), die als größte Verbrecherorganisation Rio de Janeiros gilt.

Nach Angaben der Menschenrechtsgruppe Instituto Fogo Cruzado (Kreuzfeuer-Institut), die Daten zur Waffengewalt in Brasilien sammelt, war es der tödlichste Einsatz seit Gründung der NGO vor fünf Jahren. Das brasilianische Verfassungsgericht hatte kürzlich entschieden, dass solche Polizeieinsätze während der Corona-Pandemie nur unter „außergewöhnlichen Umständen“ zulässig seien. (afp)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion