Ein Carrefour Supermarkt in Petrosani, Rumänien.Foto: iStock

Rumänische Regierung feuert Chef der Steuerbehörde

Epoch Times3. Januar 2019 Aktualisiert: 3. Januar 2019 21:24
Die Finanzbehörden des Landes müssten "ihr Verhalten 2019 radikal ändern", forderte Finanzminister Eugen Teodorovici und feuerte den Chef der Steuerbehörde. Er fordert ein verbessertes System zum Eintreiben der Mehrwertsteuer, bei der in Rumänien besonders oft betrogen wird.

Inmitten eines Streits um den Stand der Staatsfinanzen in Rumänien hat die Regierung den Chef der Steuerbehörde gefeuert. Die Finanzbehörden des Landes müssten „ihr Verhalten 2019 radikal ändern“, forderte Finanzminister Eugen Teodorovici am Donnerstag bei der Bekanntgabe der Entlassung von Behördenchef Ionut Misa. Notwendig sei vor allem ein verbessertes System zum Eintreiben der Mehrwertsteuer, bei der in Rumänien besonders oft betrogen wird.

Kurz vor seiner Entlassung hatte Finanzbehörden-Chef Misa verkündet, die Steuereinnahmen hätten 2018 ein Rekordniveau erreicht. Laut Ende Dezember veröffentlichten Zahlen der Regierung lag Rumäniens Defizit bei 2,9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts und damit unter der Drei-Prozent-Defizitgrenze der EU.

Finanzexperten und die Opposition zweifeln diese Zahlen jedoch an, da die Staatsausgaben aufgrund der von den regierenden Sozialdemokraten beschlossenen Anhebung der Renten und Gehälter stark gestiegen sind. Auch der frühere Steuerbehördenchef Gelu Diaconu äußerte Skepsis: Es gebe „keinen Zweifel“, dass das rumänische Defizit bei „deutlich über drei Prozent“ liege, wenn man die Berechnungsmethoden der EU-Kommission zugrunde lege, sagte er AFP.

Rumänien hat zu Jahresbeginn den rotierenden EU-Ratsvorsitz übernommen. Das Land ist innenpolitisch derzeit stark gespalten, der europafreundliche Präsident Klaus Iohannis liegt mit der sozialdemokratisch geführten Regierung über Kreuz. (afp)


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

In letzter Zeit beobachten wir, wie Hacker immer wieder beliebige Nicks verwenden und üble Kommentare unter eben diesen Namen schreiben. Trolle schrecken nicht davor zurück, das Epoch Times Logo als Profilbild sich anzueignen und ebenfalls die Kommentarfunktion auf schlimmste Weise zu missbrauchen.

Aufgrund der großen Menge solcher Angriffe haben wir uns entschieden, einen eigenen Kommentarbereich zu programmieren, den wir gut kontrollieren können und dadurch für unsere Leser eine wirklich gute Kommentar-Umgebung schaffen können.

In Kürze werden wir diese Kommentarfunktion online stellen. Bis dahin bitten wir Sie noch um etwas Geduld.


Ihre Epoch Times - Redaktion