Migranten versuchen in Diavata, zur nördliche Staatsgrenze von Griechenland durchzubrechen.Foto: SAKIS MITROLIDIS/AFP/Getty Images

Steine, Tränengas und Blendgranaten: Erneut Aufstände in Griechenland – Migranten wollen über die Grenze

Epoch Times6. April 2019 Aktualisiert: 8. April 2019 9:19
Auch am Samstag versuchten rund 800 Migranten, zur nordmazedonischen Grenze zu gelangen. Zuvor hatten sich Gerüchte in sozialen Netzwerken verbreitet, dass Menschenrechtsorganisationen ihnen beim Grenzübertritt helfen würden.

Im Norden Griechenlands haben sich erneut hunderte Flüchtlinge Zusammenstöße mit Sicherheitskräften geliefert. Rund 800 Migranten versuchten am Samstag, von einem Flüchtlingslager im Ort Diavata bei Thessaloniki in Richtung nordmazedonischer Grenze zu gelangen, wie ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Sie bewarfen die Sicherheitskräfte mit Steinen, die Polizei setzte Tränengas ein und drängte die Menschen zurück.

Wegen des Tränengases verloren einige Demonstranten, darunter auch Kinder, das Bewusstsein. Die Protestierenden zündeten Feuer an, um die Luft besser aushalten zu können. Zugleich brachen einige Feuer durch explodierende Blendgranaten aus. Rund 2000 Migranten wollen von der nordgriechischen Hafenstadt Thessaloniki zur rund 60 Kilometer nördlich liegenden Grenze nach Nordmazedonien marschieren. Anschließend wollen sie nach Mitteleuropa weiterreisen.

Während der vergangenen Tage waren hunderte Flüchtlinge aus ganz Griechenland zu dem Lager in Diavata gekommen. Zuvor hatten sich Gerüchte in sozialen Netzwerken verbreitet, dass Menschenrechtsorganisationen ihnen beim Grenzübertritt helfen würden. Über Nordmazedonien hofften die Flüchtlinge, in weitere EU-Staaten zu gelangen.

Bereits am Freitag war es in der Gegend zu Zusammenstößen zwischen Migranten und Sicherheitskräften gekommen.

Am selben Tag hatten rund 200 Asylbewerber vorübergehend die Gleise des Athener Hauptbahnhofs besetzt, um nach Thessaloniki und von dort nach Diavata zu gelangen. Nordmazedonien kündigte angesichts der Ereignisse an, die Sicherheitsvorkehrungen an der Grenze zu verstärken. (afp/mz)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion