DLRG warnt: Weniger Rettungsschwimmer an Nord- und Ostsee als sonst

Epoch Times5. Juli 2020 Aktualisiert: 5. Juli 2020 12:14
Rettungsschwimmer sind an den Stränden üblich - doch es werden in dieser Saison weniger vor Ort sein. Wegen der Corona-Maßnahmen fehlen die Unterkünfte: "Wo früher vier Mitarbeiter schliefen, dürfen es jetzt nur noch zwei sein", erklärt ein Sprecher der DLRG.

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) warnt davor, dass in diesem Jahr weniger Rettungsschwimmer an deutschen Küsten eingesetzt werden als üblich. „Es wird rege Besucherströme geben, aber weniger gesicherte Strände. Das muss den Leuten einfach klar sein“, sagte DLRG-Sprecher Achim Wiese dem Nachrichtenportal Watson.

Hintergrund sei, dass die insgesamt 47.000 Einsatzkräfte zwar zur Verfügung stünden, aber wegen der Corona-Pandemie nicht an den Einsatzorten untergebracht werden könnten.

„Die vorgegebenen Abstandsregelungen können in vielen unserer Unterkünfte nicht eingehalten werden“, sagte Wiese.

Da geht es um Quadratmeterzahlen. Wo früher vier Mitarbeiter schliefen, dürfen es jetzt nur noch zwei sein – daher mussten wir vielerorts an Nord- und Ostsee Einsatzkräften absagen.“

Es kann „Lücken“ an den Stränden geben

Das sei vor allem problematisch, da die DLRG ausgerechnet diesen Sommer mit einem regen Badebetrieb an den deutschen Stränden rechnet, da viele Menschen aufgrund der Pandemie von Reisen ins Ausland abgesehen haben. Den Urlaubern müsse kommuniziert werden, dass es wegen des verringerten Personals zu „Lücken“ in der Sicherung der Badegäste kommen könne.

Die DLRG will zusätzliche Flaggen aufstellen, um zu kennzeichnen, wo die Einsatzkräfte den Strand sichern. Außerdem versucht sie, zusammen mit den Kommunen zusätzliche Unterkünfte für Rettungsschwimmer zu finden.

Bislang jedoch ergebnislos. Wiese sagte: „Man könnte Wohncontainer aufstellen, auf Campingplätze ausweichen, aber das wird die jeweiligen Kommunen Geld kosten. Andererseits: Wenn deren Kurverwaltungen im Ergebnis Strände zumachen müssen, bedeutet das auch einen finanziellen Verlust für den gesamten Urlaubsort.“ (dts)

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