Mord an Georgier in Berlin: Heiße Spur nach Russland?

Epoch Times3. Dezember 2019 Aktualisiert: 3. Dezember 2019 16:14
Schon direkt nach den tödlichen Schüssen auf einen Tschetschenen mit georgischer Staatsangehörigkeit im Sommer in Berlin gab es Spekulationen, dass der russische Staat hinter der Tat stecken könnte. Nun scheinen neue Beweise den Verdacht zu erhärten.

Gut drei Monate nach dem Mord an einem Tschetschenen mit georgischer Staatsangehörigkeit in Berlin will der Generalbundesanwalt die Ermittlungen an sich ziehen. Die Ermittler verdächtigten staatliche russische Organe als Auftraggeber, berichtete „Spiegel Online“.

Demnach gibt es einen Durchbruch bei den Ermittlungen: Der in Untersuchungshaft sitzende Verdächtige habe als mutmaßlicher Mörder eines russischen Geschäftsmanns im Jahr 2013 identifiziert werden können.

Dem Bericht zufolge soll die Übernahme in den kommenden Tagen erfolgen. Ein Sprecher der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe sagte dazu nur, dass das Verfahren bislang nicht übernommen wurde. Darüber hinaus wollte er den Bericht nicht kommentieren.

Der 40 Jahre alte Tschetschene war am 23. August in einem kleinen Park in Berlin-Moabit von hinten erschossen worden. Sein Mörder hatte sich ihm am helllichten Tag auf einem Fahrrad genähert und auf Rücken und Kopf gezielt.

Wegen einer möglichen Verstrickung Russlands hatte es früh Forderungen nach einer Einschaltung des Generalbundesanwalt gegeben. Dieser hatte die Berliner Ermittlungen von Anfang an eng verfolgt.

Zuständig ist die Bundesanwaltschaft aber nur dann, wenn es den konkreten Verdacht gibt, dass der Geheimdienst einer fremden Macht hinter einer Tat steht. Dann wird in Karlsruhe die Spionage-Abteilung tätig. Hintergrund ist, dass „geheimdienstliche Agententätigkeit“ die äußere Sicherheit Deutschlands gefährden könnte.

Ein Sprecher der russischen Regierung hatte wenige Tage nach der Tat jede Verbindung bestritten. Er sagte: „Dieser Fall hat natürlich nichts mit dem russischen Staat und seinen Behörden zu tun.“

Der mutmaßliche Täter, ein 49 Jahre alter Mann mit russischem Pass, war kurz nach der Tat gefasst worden. Seit seiner Festnahme schweigt er. Medien hatten bei Recherchen Hinweise darauf gefunden, dass der Mann unter falscher Identität nach Deutschland gereist war.

Nach übereinstimmenden Berichten von „Spiegel Online“ und dem Rechercheverbund von „Süddeutscher Zeitung“, NDR und WDR sind Forensik-Experten nun auf die wahre Identität des Festgenommenen gestoßen. Sein Bild stimme mit hoher Wahrscheinlichkeit mit dem eines mutmaßlichen Mörders in einem Fall aus dem Jahr 2013 überein. Auch dieser habe sich seinem Opfer mit einem Fahrrad genähert. Russland habe die internationale Fahndung nach ihm 2015 eingestellt. Den Berichten zufolge vermuten die Ermittler nun, dass der Mann von staatlichen Stellen als Auftragskiller rekrutiert und nach Berlin geschickt wurde.

Bereits im September hatte der „Spiegel“ über Hinweise berichtet, wonach russische Behörden aktiv bei der Schaffung der falschen Identität mitwirkten. So soll sich in der Datenbank für nationale russische Ausweispapiere ein Sperrvermerk für den Namen finden, den der Verdächtige benutzte. Sechs Tage, nachdem ihm für seine falsche Identität am 23. Juli 2019 eine Steuernummer zugeteilt worden war, beantragte er demnach ein Visum für den Schengen-Raum. Kurz zuvor hatte er unter dem Namen einen Reisepass erhalten. Bei Nachfragen an der Adresse in der Steuerakte war der angegebene Name unbekannt.

Das Mordopfer hatte nach verschiedenen Berichten Anfang der 2000er-Jahre auf der Seite muslimischer Tschetschenen gegen Russland gekämpft. Auf den Mann soll es im Mai 2015 in der georgischen Hauptstadt Tiflis schon einmal einen Mordanschlag gegeben haben, den er verletzt überlebte. Nach seiner Flucht aus Georgien stellte der Mann in Deutschland einen Asylantrag. Dort lebte er seit 2016. (dpa)

Eine Buchempfehlung vom Verlag der Epoch Times

Wer hat die Weltherrschaft? Wir leben in einer Zeit des Umbruchs. Immer klarer wird, dass die Geschichte der Menschheit nicht so ablief, wie sie heutzutage gelehrt wird. Das Buch „Wie der Teufel die Welt beherrscht“ gibt die lange gesuchten Antworten.

Mögen Sie unsere Artikel?
Unterstützen Sie EPOCH TIMES
HIER SPENDEN

„Kapitalismus abschaffen“? „Wohnungsgesellschaften enteignen“? Familie auflösen? Keinen Wohlstand und keine Kinder mehr wegen des Klimas? Frühsexualisierung? Solche Gedanken sind in Politik, Medien und Kultur populärer denn je. Im Kern drücken sie genau das aus, was einst schon Karl Marx und seine Anhänger der gesamten Menschheit aufzwingen wollten.

Der Kommunismus hat im 20. Jahrhundert hunderte Millionen Menschen physisch vernichtet, heute zielt er auf ihre Seelen. Bei vielen Menschen blieb glücklicherweise die der menschlichen Natur innewohnende Güte erhalten – was den Menschen die Chance gibt, sich vom Einfluss des „Gespenst des Kommunismus“ zu befreien.
Hier weitere Informationen und Leseproben.

ISBN Band 1: 978-3-9810462-1-2, Band 2: 978-3-9810462-2-9, Band 3: 978-3-9810462-3-6. Einzeln kostet jeder Band 19,90 Euro (zzgl. 2,70 Euro Versandkosten), alle drei Bände gemeinsam sind im Moment noch zum Sonderpreis von 50,50 Euro (kostenloser Versand innerhalb Deutschlands) zu erwerben. Das Buch hat insgesamt 1008 Seiten und über 1200 Stichworte im Indexverzeichnis.

Bestellmöglichkeiten: Bei Amazon oder – falls vergriffen – direkt beim Verlag der Epoch Times – Tel: +49 (0)30 26395312, E-Mail: [email protected]

Das Buch gibt es jetzt auch als E-Book und als Hörbuch

E-Book: Das E-Book gibt es in den Formaten PDF, EPUB oder MOBI. Einzeln kostet jeder Band 17,90 Euro, alle drei Bände sind im Moment noch zum Sonderpreis von 43,00 Euro zu erwerben.

Hörbuch: Das Hörbuch bieten wir im MP3 Format zum Download an. Einzeln kostet jeder Band 17,90 Euro, alle drei Bände sind im Moment noch zum Sonderpreis von 43,00 Euro zu erwerben. Das Hörbuch und das E-Book sind direkt beim Verlag der Epoch Times bestellbar – Tel: +49 (0)30 26395312, E-Mail: [email protected] – es wird auch bald auf Amazon, Audible und iTunes erscheinen.