Söder lobt die Kanzlerin: „Viele werden Merkel noch nachtrauern“

CSU-Chef Markus Söder hält Kanzlerin Merkel nicht ohne weiteres für ersetzbar. "Ich glaube, dass viele Angela Merkel noch nachtrauern werden, wenn sie 2021 aufhört", sagte Söder den RND-Zeitungen.
Titelbild
Markus Söder (CSU).Foto: Lino Mirgeler/dpa
Epoch Times5. Januar 2020

CSU-Chef Markus Söder hält Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nicht ohne weiteres für ersetzbar. „Ich glaube, dass viele Angela Merkel noch nachtrauern werden, wenn sie 2021 aufhört“, sagte Söder. Auf der internationalen Bühne sei Merkel klar die Nummer eins: „Gerade in Zeiten der Unsicherheit zählt ihre Erfahrung viel“, sagte der bayerische Regierungschef.

Er selbst kommuniziere „gut und konstruktiv“ mit der Kanzlerin, sagte Söder. Sein Politikstil habe sich verändert, ebenso wie sein Verhältnis zu Berlin.

„Früher hieß es für einen Ministerpräsidenten, man brauche Berlin nicht, um in Bayern Politik zu machen. Heute weiß ich, es geht nicht ohne“, sagte Bayerns Ministerpräsident.

Auch Bayern werde geprägt von den bundespolitischen Rahmenbedingungen.

Nach seiner Wahl zum CSU-Parteivorsitzenden vor knapp einem Jahr habe er sich viel Zeit für Berlin eingeplant, nicht nur für die Koalitionsrunden, „sondern auch, um die Stadt besser verstehen zu können“.

Der Parteichef sagte weiter, er nehme sich heute viel mehr Zeit als früher, um wichtige Projekte und Entscheidungen vorzubereiten. „Es braucht einfach mehr Reflexion, um komplexe Sachverhalte klug planen zu können.“

SPD warnt Söder vor „Personalspekulationen“

Die SPD hat sich Einmischungen von CSU-Chef Markus Söder in die Personalentscheidungen anderer Regierungsparteien für das Bundeskabinett verbeten. „Die Unzufriedenheit von Herrn Söder mit seinen CSU-Ministern scheint groß zu sein“, sagte der parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Carsten Schneider, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Jede Partei entscheidet aber eigenständig, wen sie ins Kabinett entsendet.“

Die Verabschiedung der politischen Einigung zur Grundrente und die Begrenzung der sachgrundlosen Befristung von Arbeitsverträgen seien für die SPD wichtiger als „irgendwelche Personalspekulationen“. (afp/dts)



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