Brasiliens Außenminister: Klimaideologie ist Angriff „in Friedenszeiten“ auf nationale Souveränität

Epoch Times12. September 2019 Aktualisiert: 13. September 2019 20:22

Brasiliens Außenminister Ernesto Araújo hat den internationalen Kampf gegen die Erderwärmung als Angriff auf die nationale Souveränität einzelner Staaten kritisiert.

Die derzeitige Klimadebatte erwecke den Anschein, „dass die Welt untergeht“, sagte Araújo am Mittwoch bei einem Besuch in Washington.

Für mich zumindest scheint das keine Klimakatastrophe zu sein. Aber der Debatte zufolge, die vor sich geht, scheint die Welt unterzugehen, und das ist der ganze Punkt der Klimaideologie. Der ganze Sinn dieser Ideologie besteht darin, die normale politische demokratische Debatte zu beenden. Die Träger dieser Ideologie wollen moralisches Pendant zum Krieg schaffen, um Richtlinien und Beschränkungen durchzusetzen, die den Grundfreiheiten zuwiderlaufen.“

Ernesto Araújo, Brasiliens Außenminister

„Wie kann jemand in Friedenszeiten davon träumen, die Souveränität eines Landes wie Brasilien über sein eigenes Territorium zu brechen, indem er sagt: ‚Der Amazonas brennt‘?“, sagte Araújo in einer Rede bei der konservativen Heritage Foundation. „Wegen einer Ideologie, wegen des Klimakrisen-Urschreis ‚Rettet den Planeten'“.

Die brasilianische Regierung wird von der internationalen Gemeinschaft für die verheerenden Brände mitverantwortlich gemacht, die derzeit den Amazonas-Regenwald verwüsten.

Brasilien brennt den Wald nicht nieder. Die Brände sind durchschnittlich. Die Entwaldung ist nur für etwa 11 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich. Und die brasilianische Entwaldung ist für weniger als zwei Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich. Selbst wenn man also davon ausgeht, dass die CO2-Emissionen die Temperatur direkt kontrollieren, was die Computermodelle nicht vorgeben, ist Brasilien nicht der Übeltäter. Und selbst wenn CO2 die Emissionen direkt kontrolliert, scheint es keine Klimakrise zu geben. Nicht nach Angaben des IPCC-Berichts.“

Ernesto Araújo, Brasiliens Außenminister

Der Präsident Jair Bolsonaro, der wie Araújo Klimaskeptiker ist, wehrt sich gegen die Kritik aus dem Ausland und besteht auf die nationale Souveränität im Umgang mit den Bränden.

Das System zeigt das Bild eines brennenden Waldes, ein Bild von vor 20 Jahren, aber tut so, als wäre das heutige Brasilien. Und die Menschen reagieren: „Brasilien ist schlecht, schlecht. Die Lungen der Welt. Wir sollten einmarschieren.“

Ernesto Araújo, Brasiliens Außenminister

Seine Teilnahme an einem Krisengipfel zu den Waldbränden in der Amazonas-Region hatte Bolsonaro wegen eines chirurgischen Eingriffs abgesagt. Bei dem Treffen am Freitag im kolumbianischen Leticia einigten sich die Amazonas-Länder zu einem besseren Schutz des größten Tropenwalds der Welt. (afp)

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