Erzbischof von Colombo verurteilt Anschläge als „Beleidigung der Menschheit“ – IS bekennt sich zu Explosionen bei Razzia

Epoch Times28. April 2019 Aktualisiert: 28. April 2019 7:19
"Was am letzten Sonntag passiert ist, ist eine große Tragödie, eine Beleidigung der Menschheit", sagte Kardinal Malcolm Ranjith heute bei einem privaten Gottesdienst. Außerdem bekannte sich der IS zu drei Selbstmordattentätern, die sich gestern bei einer Razzia in die Luft sprengten.

Eine Woche nach den verheerenden Anschlägen in Sri Lanka hat der Erzbischof der Hauptstadt Colombo die Taten als „Beleidigung der Menschheit“ verurteilt.

„Was am letzten Sonntag passiert ist, ist eine große Tragödie, eine Beleidigung der Menschheit“, sagte Kardinal Malcolm Ranjith, am Sonntag bei einem privaten Gottesdienst, der im Fernsehen übertragen wurde. Öffentliche Gottesdienste waren zuvor aus Sorge vor neuen Anschlägen abgesagt worden.

Der Erzbischof rief zu Beginn der Messe zu Frieden und Einheit in dem multiethnischen Land in Südasien auf und mahnte die Gläubigen, anderen Menschen Güte entgegenzubringen als Zeichen des Respekts für die Opfer. „Heute denken wir an die Tragödie vom letzten Sonntag und versuchen, sie zu verstehen“, sagte der Erzbischof. Er bete für die Opfer und dafür, „dass es in diesem Land Frieden und Koexistenz und Verständnis füreinander ohne Spaltung geben wird“.

Bei den Anschlägen auf Kirchen und Hotels waren am Ostersonntag mindestens 359 Menschen getötet und knapp 500 verletzt worden. Die Regierung macht die Islamistengruppe National Thowheeth Jama’ath (NTJ) für die Attacken vom Ostersonntag verantwortlich.

Armee stürmt Versteck von IS-Verbündeten

Am Samstag stürmten Sicherheitskräfte in Sri Lanka mutmaßliche Islamistenverstecke. Dabei sprengten sich drei Selbstmordattentäter in die Luft. Die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) hat nun die Verantwortung für diese drei Selbstmordattentäter übernommen.

Die drei Männer gehörten dem IS an, sie hätten ihre Sprengsätze nach dem Gefecht mit der Polizei gezündet, teilte das IS-Propaganda-Sprachrohr Amaq am Samstag mit.

Die Sicherheitskräfte hatten das Versteck in Kalmunai im Osten Sri Lankas zuvor gestürmt. Nach Polizeiangaben starben bei der Razzia 15 Menschen. Die drei Selbstmordattentäter rissen laut Polizei drei Frauen und sechs Kinder mit in den Tod. Drei weitere Männer, ebenfalls mutmaßliche Selbstmordattentäter, wurden demnach außerhalb des Hauses von Sicherheitskräften erschossen. (afp)

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