Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin.Foto: Thomas Samson/AFP/dpa/dpa

Frankreichs Innenminister sieht sich als „Opfer einer Menschenjagd“ – Macron steht zu ihm

Epoch Times16. Juli 2020 Aktualisiert: 16. Juli 2020 10:51
Der französische Innenminister Gérald Darmanin sieht sich als "Opfer einer Menschenjagd". Die französische Justiz ermittelt gegen Darmanin, weil ihm eine frühere Prostituierte vorwirft, sie 2009 vergewaltigt zu haben.

Der unter Vergewaltigungsverdacht stehende französische Innenminister Gérald Darmanin sieht sich als „Opfer einer Menschenjagd“. Er sei „Ziel einer Verleumdung“, sagte der 37-Jährige am Donnerstag dem Radiosender Europe 1. Die französische Justiz ermittelt gegen Darmanin, weil ihm eine frühere Prostituierte vorwirft, sie 2009 vergewaltigt zu haben. Feministinnen fordern deshalb seine Abberufung.

Darmanin dankte Präsident Emmanuel Macron in dem Interview für seine Unterstützung. Der Staatschef hatte am Dienstag in einem Fernsehinterview die „Unschuldsvermutung“ geltend gemacht. Macron sagte, er habe „von Mann zu Mann“ mit Darmanin gesprochen und glaube ihm.

Die Justiz hatte die Ermittlungen gegen Darmanin im Februar wieder aufgenommen, offiziell beschuldigt ist er bisher allerdings nicht. Die Klägerin hatte ihren Vorwurf gegen Darmanin 2018 erhoben, nach dessen Eintritt als Haushaltsminister in Macrons Regierung und neun Jahre nach der mutmaßlichen Tat.

Nach ihrer Darstellung verlangte Darmanin als damaliger Rechtsberater der regierenden Konservativen von ihr Sex im Gegenzug für juristische Hilfe. Auch eine zweite Frau warf Darmanin 2018 Nötigung zum Sex vor, die Ermittlungen wurden aber mangels Beweisen eingestellt. (afp)


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion