Hamburg-Altona: Privatperson schockiert Reisende mit Warnung vor „muslimischem Anschlag“

Epoch Times1. August 2019 Aktualisiert: 1. August 2019 14:20
"Hinter der Sicherheitslinie aufhalten und Kinder an die Hand nehmen", lautete eine Durchsage aus den Bahnlautsprechern, damit "ein weiterer muslimischer Anschlag vermieden wird".

Tränen in den Augen, hilflose Blicke: Die Reisenden in Frankfurt am Main sind in Anbetracht des Blumenmeers am Bahnhof, das an das grausame Unglück vom Montag erinnert, schockiert.

Ganz anders erging es einer Reisenden in Hamburg-Altona am Dienstagmittag. Nicht eine Tat, sondern eine Durchsage durch den Lautsprecher der Deutschen Bahn schockierte sie. „Neon“ berichtet über eine Ohrenzeugin, die „eine Durchsage an alle deutschen Fahrgäste“ über die Lautsprecher der Deutschen Bahn vernahm. Ein Mann sagte, „man solle sich hinter der Sicherheitslinie aufhalten und am besten sicherheitshalber zur Mitte des Bahnsteigs gehen und Kinder an die Hand nehmen. Und wenn einem die Person, die neben einem steht, nicht ‚geheuer‘ erscheint, solle man weitergehen, damit ‚ein weiterer muslimischer Anschlag vermieden wird´.“

Die 29-jährige Reisende sei laut „Neon“ „völlig fassungslos“ gewesen und „innerlich zusammengebrochen“.

Wie „Neon“ später von einer Bahnsprecherin erfuhr, hatte sich eine Privatperson Zugang zur Sprechanlage verschafft. Die DB Sicherheit gab den Fall zur weiteren Ermittlung an die Bundespolizei. Die Sprecherin sagte:

Die von Zeugen wiedergegebenen rassistischen Botschaften der Durchsage werden von der DB auf das Schärfste verurteilt. Die Deutsche Bahn steht für gesellschaftliche Vielfalt, Toleranz und gegenseitigen Respekt. Rassismus und Fremdenfeindlichkeit widersprechen unseren Unternehmenswerten.“

Und das spiegelt sich auch in der trauernden Menge der Reisenden in Frankfurt am Main wieder. Dort stehen sie nebeneinander – Reisende, Touristen, Einheimische, Migranten. Fassungslos trauern sie über das Unglück, das sich am Montag ereignet hatte. Ein achtjähriger Junge wurde mit seiner Mutter von einem Mann aus Eritrea vor den Zug gestoßen. Der Junge starb noch am Tatort. In Frankfurt sieht man auf dem Bahnhof keinen Fremdenhass. Dort trauern die Reisenden gemeinsam – Schulter an Schulter, Mensch an Mensch. (sua)

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