Löw bleibt Bundestrainer: „Dankbar für das Vertrauen“ – „Mit ganzem Einsatz den Neuaufbau gestalten“

Epoch Times3. Juli 2018 Aktualisiert: 3. Juli 2018 15:16
Jogi Löw setzt seine Tätigkeit als Bundestrainer fort. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) bestätigte am Dienstagmittag entsprechende Medienberichte, die bereits am Vormittag die Runde gemacht hatten. I

Joachim Löw bleibt trotz des historischen WM-Debakels Bundestrainer. Das teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) sechs Tage nach dem blamablen Vorrunden-Aus in Russland mit. In einem persönlichen Gespräch habe Löw der Spitze des DFB bestätigt, dass er seine Tätigkeit als Bundestrainer fortsetzen und den Neuaufbau der Mannschaft mit Blick auf die kommenden Aufgaben auch in Zukunft gestalten wolle, hieß es in einer Mitteilung.

„Ich bin sehr dankbar für das Vertrauen, das der DFB weiterhin geschlossen in mich setzt, und ich spüre trotz der berechtigten Kritik an unserem Ausscheiden auch generell viel Rückhalt und Zuspruch“, sagte Löw: „Auch meine Enttäuschung ist nach wie vor riesig. Aber ich möchte nun auch mit ganzem Einsatz den Neuaufbau gestalten.“

Zuvor war es in Frankfurt/Main zu einem Gespräch zwischen der WM-Delegation um DFB-Präsident Reinhard Grindel, Löw und Nationalmannschaftsdirektor Oliver Bierhoff gekommen. In dem Gespräch hatte die Delegation nach Darstellung des DFB noch einmal unterstrichen, dass Joachim Löw die Unterstützung des gesamten Präsidiums genieße und ihm vertraut werde, die richtigen Schlüsse aus dem sportlichen Abschneiden bei der WM zu ziehen. „Wir sind alle der festen Überzeugung, dass wir mit Jogi Löw einen Bundestrainer haben, der sehr genau analysieren, die richtigen Schritte einleiten und unsere Mannschaft zurück in die Erfolgsspur führen wird“, wird Grindel in einer DFB-Mitteilung zitiert.

Löw habe seinerseits deutlich gemacht, dass er bei aller Enttäuschung über das sportliche Resultat ungebrochene Motivation und Energie verspüre, die Mannschaft auf die anstehenden Herausforderungen vorzubereiten, so die offizielle Mitteilung. „Gemeinsam kam man überein, dass eine überstürzte und oberflächliche Bewertung wenig Sinn mache“, hieß es weiter.

„Ich werde gemeinsam mit meinem Team analysieren, Gespräche führen und zum Start der neuen Saison die richtigen Schlüsse ziehen. Das alles braucht Zeit, wird aber alles rechtzeitig bis zum Start in die neue Länderspielsaison im September geschehen“, sagte Löw.

Er wolle nun „mit ganzem Einsatz den Neuaufbau gestalten“. Selbst Nationalmannschafts-Kapitän Manuel Neuer meldete sich zu Wort: „Ich freue mich, dass wir mit Jogi Löw unseren lange Zeit erfolgreichen Weg fortsetzen können. Und ich habe das Vertrauen, dass wir gemeinsam wieder zu unserer Stärke finden.“

Löw hatte das Amt 2006 als Nachfolger von Teamchef Jürgen Klinsmann übernommen. Höhepunkt seiner Amtszeit war der Gewinn des WM-Titels 2014 in Brasilien. Der 58-Jährige hatte seinen Vertrag im Mai noch um zwei Jahre bis 2022 verlängert. (SID/dts)

 

 

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