EU-Kommission stellt Reform des europäischen Gasmarktes vor

Gase wie Wasserstoff gelten als gute Alternative zu fossilem Gas. Die EU-Kommission will den Wasserstoff-Markt mit einem Gesetzespaket für die Energiewende fördern.
Wasserstoff
Eine Wasserstoffrohrleitung (Symbolbild).Foto: INA FASSBENDER/AFP via Getty Images
Epoch Times15. Dezember 2021

Vor dem Hintergrund der steigenden Gaspreise und des Klimawandels will die EU-Kommission den europäischen Gasmarkt reformieren. Am Mittwoch präsentierten Kommissionsvizepräsident Frans Timmermans und Energiekommissarin Kadri Simson ein entsprechendes Gesetzespaket.

Emissionsarme Gase wie Wasserstoff sollen demnach als Alternative zu fossilem Gas gefördert werden. Gas-Langzeitverträge müssten bis zum Erreichen der Klimaziele auslaufen. Gleichzeitig könnten EU-Länder strategische Reserven anlegen und gemeinsam Gas einkaufen, um Engpässe zu vermeiden.

Für Schifffahrt und Industrie nutzbar

Die Kommission will einen größeren Wasserstoff-Markt aufbauen, um den Energieträger zum Beispiel für die Schifffahrt oder die Industrie besser nutzbar zu machen. Wasserstoff gilt als „umweltfreundlich“, wenn er durch Strom aus erneuerbaren Energiequellen in einem Prozess namens Elektrolyse produziert wird.

Die Richtlinie legt fest, dass „emissionsarmer“ Wasserstoff mindestens 70 Prozent weniger klimaschädliche Emissionen verursachen darf als fossiles Gas. Um diesen zu fördern, würden Betreiber etwa niedrigere Entgelte zahlen, um die existierende Gasinfrastruktur zu nutzen. Verbrauchern soll es einfacher gemacht werden, von fossilem zu „umweltfreundlichem“ Gas zu wechseln.

Gleichzeitig will die Kommission Langzeitverträge mit Erdgas bis 2049 verbieten. Um Engpässe in der Energieversorgung zu vermeiden, könnten EU-Länder jedoch gemeinsame Gaseinkäufe tätigen und strategische Reserven anlegen.

Das hatten etwa Frankreich und Spanien angesichts der steigenden Gaspreise gefordert. Der Gesetzesvorschlag sieht auch Maßnahmen vor, um Methanemissionen in der Öl-, Gas- und Kohleindustrie zu vermeiden. Methan sei nach Kohlendioxid (CO2) das zweitschädlichste Treibhausgas.

Die Gesetzesvorschläge werden nun von den EU-Ländern und dem Europaparlament diskutiert. (dpa/dl)



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